Titel: Wiener SPÖ-Frauen-Hanke: „Gewalt gegen Frauen ist ein strukturelles Problem“


Datum/Zeit: 12/04/2019 10:45 AM


Meldungstext: OTS088 5 II 0369 DSW0001 04.Dez 19

Wien/SPÖ/Frauen/Gewaltschutz/Hanke/Berger-Krotsch/Heinisch-Hosek/Brunner

Wiener SPÖ-Frauen-Hanke: „Gewalt gegen Frauen ist ein strukturelles
Problem“
Utl.: Utl.: Stadt Wien ist Vorreiterin in Sachen Gewaltschutz =

Wien (OTS/SPW) - Mit dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen
am 25. November begann die jährliche Bewusstseinskampagne „16 Tage
gegen Gewalt an Frauen“. Aus diesem Anlass veranstalten die Wiener
SPÖ Frauen heute, Mittwoch, eine Medienaktion mit dem Titel „Wenn das
eigene Zuhause zum Tatort wird“. „Gewalt gegen Frauen ist ein
strukturelles Problem in unserer Gesellschaft“, macht SPÖ
Wien-Frauenvorsitzende Marina Hanke deutlich. „Dieses Jahr wurden
bereits 19 Frauen in Österreich von ihren (Ex-)Partnern oder
Angehörigen ermordet.“ Lobend erwähnt Hanke die Gewaltschutzmaßnahmen
der Stadt Wien: „Die Stadt Wien ist Vorreiterin in Sachen
Gewaltschutz und baut diesen auch stetig aus. 2022 wird das 5. Wiener
Frauenhaus eröffnet und auch in Sachen Gewaltprävention sind neue
Maßnahmen geplant. Dieses vielfältige und flächendeckende
Gewaltschutznetz muss auch österreichweit Realität werden!“ ****

In Österreich wird im Schnitt jede fünfte Frau ab dem 15.
Lebensjahr Opfer von körperlicher oder sexualisierter Gewalt. Die
Täter kommen dabei oft aus dem näheren Umfeld des Opfers. Die Wiener
SPÖ-Frauensekretärin Nicole Berger-Krotsch betont: „Zwei Drittel
aller Gewaltverbrechen an Frauen werden zu Hause verübt und die Täter
kommen aus dem engsten Familien- und Bekanntenkreis. Das beweist
einmal mehr, dass das eigene Zuhause der gefährlichste Ort für Frauen
ist. Darauf wollen wir im Rahmen der 16 Tage gegen Gewalt einmal mehr
aufmerksam machen und sagen: STOP! Gewalt gegen Frauen darf keinen
Platz in Österreich haben.“

Mehr Prävention, Information und Aufklärung sowie Schulungen für
all jene, die helfen können, Gewalt zu verhindern fordert auch die
SPÖ Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek. „Wir fordern ein
Soforthilfepaket von 4 Millionen Euro für den Ausbau von
Hilfseinrichtungen und für opferschutzorientierte Täterarbeit wie
Anti-Gewalt-Trainings. Das eigene Zuhause ist für viele Frauen ein
gefährlicher Ort. Noch immer ist das ein Tabuthema, über das viel zu
wenig gesprochen wird“, mahnt Heinisch-Hosek.

„Gewalt an Frauen findet oft im Verborgenen statt. Die Angst um
das eigene Leben oder um das der Kinder hindert viele Frauen daran,
Hilfe zu suchen“, unterstreicht SPÖ Bundesfrauengeschäftsführerin
Andrea Brunner. „Deswegen wollen die SPÖ Frauen bei Aktionen in ganz
Österreich über Hilfseinrichtungen informieren und den Frauen zeigen:
Ihr seid nicht allein!“ (Schluss) ve

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