Titel: Josef Taucher (SPÖ): Wir machen Wien zur Klimamusterstadt


Datum/Zeit: 12/01/2020 09:16 AM


Meldungstext: OTS034 5 II 0504 DS10001 CI 01.Dez 20

SPÖ/Wien/Klub/Klima/Taucher

Josef Taucher (SPÖ): Wir machen Wien zur Klimamusterstadt
Utl.: Zentralisierung der Gasthermen ist wichtiger Hebel für
Klimaschutz =

Wien (OTS/SPW-K) - Der Schutz des Klimas ist eine der größten
Herausforderungen unserer Zeit. In Wien wird Klimaschutz seit
Jahrzehnten großgeschrieben. Mit der Einführung des
Klimaschutzprogramms sowie der Smart City Rahmenstrategie hat Wien
vor mehr als 20 Jahren die ersten großen Hebel im Kampf gegen den
Klimawandel in Bewegung gesetzt – und das mit Erfolg. Wien ist nicht
nur das Bundesland mit dem niedrigsten CO2-Ausstoß pro Kopf, sondern
auch die erste Stadt, die neben dem regulären Budget erstmals ein
Klimabudget erstellt. „Wenn es um Klimaschutz geht, drehen wir an den
großen Schrauben. Denn wir wollen Wien zur Klimamusterstadt machen“,
sagt der Vorsitzende des SPÖ-Rathausklubs und Energiesprecher der SPÖ
Wien, Josef Taucher, und verweist dabei auf das Regierungsabkommen
der neuen Wiener Fortschrittskoalition.

„Wien soll bis 2040 klimaneutral werden. Um dieses Ziel zu
erreichen, hat die Wiener Fortschrittskoalition ein mutiges,
innovatives und ambitioniertes Klimaprogramm erstellt, das an den
großen Rädern dreht. Mit dem im Sommer 2019 initiierten ersten Wiener
Klimarats steht uns ein kompetentes Gremium zur Seite, das uns in
Klimafragen berät. Das Klimabudget, das erstmals Teil des
Voranschlags 2021 sein wird, ist ein weiterer großer Schritt in
Richtung Klimamusterstadt. Gleichzeitig arbeiten wir weiterhin an den
konkreten Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsmaßnahmen, die wir
Anfang des Jahres im Rahmen unseres Klimamanifests präsentiert haben.
Wir sind also auf einem guten Weg, unsere Ziele zu erreichen“, so
Taucher weiter.

Zwtl.: „Raus aus Öl und Gas“ - Empfehlung des Klimarats

Ein wesentlicher Faktor, um klimaneutral zu werden, ist der
Ausstieg aus fossilen Brennstoffen. „Wenn wir bis 2040 die
Klimaneutralität erreichen wollen, müssen wir aus Öl und Gas
aussteigen – eine zentrale Maßnahme, die auch der Wiener Klimarat
empfiehlt. Der Gebäudesektor ist neben dem Verkehr der Bereich, der
die größten CO2-Emissionen verursacht. Die Sozialbau AG geht hier mit
gutem Beispiel voran und zeigt in einem Pilotprojekt, wie
CO2-Emissionen in Wohnhausanlagen kostengünstig und mit
überschaubarem Aufwand reduziert werden können“, sagt Taucher.

In Wien sind 400.000 Wohnungen mit Gaskombithermen ausgestattet.
Der Betrieb dieser Einzelheizungen stellt nicht nur ein Gesundheits-
und Sicherheitsrisiko dar, sondern verursacht hohe Reparatur- und
Wartungskosten sowie CO2-Emissionen. Die Sozialbau AG hat deshalb ein
Pilotprojekt initiiert, das genau diese Faktoren auf ein Minimum
reduziert und damit den Empfehlungen des Klimarats folgt.
Unter dem Arbeitstitel „Gemeinschaftstherme“ werden in der
Wohnhausanlage in der Miesbachgasse 10 im zweiten Wiener
Gemeindebezirk alle Gaskombithermen zentralisiert. „Pro Wohnhaus gibt
es künftig eine zentrale Heizung. Dazu wird im Dachboden ein Heizraum
– eine zentrale Gastherme – errichtet, von der einzelne Leitungen
durch die die bereits vorhandenen Kaminschächte direkt in die
Wohnungen der Mieterinnen und Mieter führen. Aufwand und Kosten des
Umbaus sind mit diesem System überschaubar“, erklärt Taucher.
Und weiter: „Das Konzept ist simpel und ökologisch zugleich. Es
schont das Klima durch CO2-Reduktion, erhöht die Sicherheit, spart
Kosten und schafft Arbeitsplätze, die wir gerade jetzt in der Krise
dringend benötigen – also eine Win-win-win-Situation für alle.“

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Rückfragehinweis:
SPÖ Wien Rathausklub
Mag.a Daniela Mantarliewa
Presse- und Online-Kommunikation
+43 1 4000 81922
daniela.mantarliewa@spw.at
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