Titel: Wiener SPÖ-Frauen: Stopp der Gewalt an Frauen! =


Datum/Zeit: 11/25/2020 09:00 AM


Meldungstext: OTS022 5 II 0747 DSW0001 25.Nov 20

Wien/SPÖ/Frauen/Gewaltschutz/16Tage/Hanke/Gaal

Wiener SPÖ-Frauen: Stopp der Gewalt an Frauen! =

Wien (OTS/SPW) - Vom 25. November, dem Internationalen Tag gegen
Gewalt an Frauen und Mädchen, bis zum 10. Dezember, dem
Internationalen Tag der Menschenrechte, setzen die „16 Tage gegen
Gewalt an Frauen“ ein starkes Zeichen gegen die weltweite Gewalt an
Frauen und Mädchen. Ziel ist es, Gewalt, die vielfach im Verborgenen
stattfindet, in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken.

Schätzungen zufolge ist jede fünfte Frau mindestens ein Mal in
ihrem Leben von Gewalt betroffen. Allein im Jahr 2019 waren 83
Prozent aller Gewaltopfer Frauen und Mädchen. Gewalt hat dabei viele
Formen und reicht von physischen bis hin zu psychischen Übergriffen.
Das Thema Gewalt ist ein gesamtgesellschaftliches Thema, das weder
vor Bildungsgrad, noch Alter, noch vor Kulturzugehörigkeit Halt
macht. Die Corona-Krise hat diese Situation noch weiter verschärft:
Die Sorge um den eigenen Job, Arbeitslosigkeit und das ständige
Zusammensein von Familien auf engstem Raum lassen Gefühle zusätzlich
hochkochen. All dies bietet der Gewaltausübung an Frauen und Mädchen
weiteren Nährboden.

„Gewalt an Frauen und Mädchen ist auch nach wie vor ein Tabuthema
in unserer Gesellschaft“, verdeutlicht die Wiener
SPÖ-Frauenvorsitzende Marina Hanke die Situation. „Gewalt ist im
überwiegenden Teil der Fälle nicht öffentlich und findet hinter
verschlossenen Türen statt. Neben offiziellen Zahlen zu Gewaltopfern
existiert, und das muss uns allen bewusst sein, eine hohe
Dunkelziffer nicht erfasster Fälle“, so Marina Hanke. „Jeder einzelne
dieser Fälle ist einer zu viel. Keine Frau soll in ihrem Umfeld
Gewalt erfahren müssen. Unser Ziel ist es, zu informieren und von
Gewalt betroffene Frauen mit einem breiten Unterstützungsangebot zu
erreichen und ihnen vor allem eines zu sagen: dass sie nicht alleine
sind und dass es immer einen Ausweg gibt“, führt die Wiener
SPÖ-Frauenvorsitzende weiter aus.

Für die betroffenen Frauen ist es vielfach nicht einfach, sich aus
einer Gewaltbeziehung zu befreien. Zu groß sind oft die Ängste vor
möglichen Konsequenzen, wie das Sorgerecht für die Kinder zu
verlieren oder die finanzielle Abhängigkeit vom Partner. Mit einem
dichten Gewaltschutznetz bietet Wien betroffenen Frauen und Mädchen
schnelle und unbürokratische Hilfe. Die Wiener Frauenhäuser und der
24-Stunden-Frauennotruf kümmern sich um von Gewalt betroffene Frauen
und begleiten sie auf dem Weg in ein Leben frei von Gewalt.

Auch in der neuen Legislaturperiode setzt die Wiener
Stadtregierung zahlreiche Schritte, um den Gewaltschutz in Wien noch
engmaschiger zu machen. „Gewalt gegen Frauen hat in Wien keinen
Platz“, hält Vizebürgermeisterin und Frauenstadträtin Kathrin Gaál
ganz klar fest.

„Es ist wichtig, dass Frauen in Gewalt- und Notsituationen rasch
und unbürokratisch Unterstützung bekommen. Der 24-Stunden
Frauennotruf und die Wiener Frauenhäuser sind rund um die Uhr für
betroffene Frauen da“, unterstreicht Kathrin Gaál. „Die Stadt Wien
baut bis 2022 ein fünftes Frauenhaus mit 50 zusätzlichen Plätzen für
Frauen und Kinder, die von Gewalt betroffen sind. Außerdem sind
kostenlose Tests auf die Verabreichung von K.O.-Tropfen in Planung.
Neu geplant ist ein mobiles Forensik-Team, das in Zukunft in
Spitälern im Einsatz sein und Spuren sichern soll“, so die
Frauenstadträtin über die geplanten Maßnahmen.

Ebenso setzt die Stadt Wien auch auf Gewaltprävention, das heißt,
Gewaltausübung an Frauen und Mädchen bereits im Vorfeld
entgegenzusteuern und sie so zu verhindern. „Wir wissen, dass 90
Prozent der GefährderInnen männlich sind“, hält Marina Hanke dazu
fest. Buben- und Männerarbeit bildet daher einen wichtigen Pfeiler im
Bereich der Gewaltprävention.“ Mit eigenen Programmen speziell für
Buben sowie gendergerechter Erziehung an Wiens Kindergärten begleitet
die Stadt Wien die Entwicklung von Buben hin zu
selbstverantwortlichen jungen Männern. Darüber hinaus bieten die
Wiener Männerberatungsstellen Männern Raum und unterstützen bei der
Lösung von Problemen. Die Vermittlung von Werten im gegenseitigen
Umgang fördert zudem ein respektvolles Miteinander zwischen den
Geschlechtern innerhalb unserer Gesellschaft.

„Jeder und jede von uns kann von Gewalt betroffenen Frauen
helfen“, appelliert Marina Hanke abschließend. „Bei Verdacht auf
Gewaltausübung ist es empfehlenswert, sich beim Wiener
24-Stunden-Frauennotruf unter 01 71 71 9 über Möglichkeiten zur
Hilfestellung zu informieren oder im Akutfall die Polizei zu
informieren. Denn: je mehr Unterstützung es für betroffene Frauen
gibt, umso leichter wird es, sich aus Gewaltbeziehungen zu befreien“,
setzt die Wiener SPÖ-Frauenvorsitzende auf gesellschaftlichen
Zusammenhalt.

Im Rahmen eines Online-Talks diskutieren am Freitag, 27. November
2020 um 18.00 Uhr Irma Lechner (Wiener Frauenhäuser), Dr.in Marion
Gebhart (Leiterin Frauenservice der Stadt Wien) und Alexander Haydn,
BSC (Coach und Vorstandsmitglied der Männerberatung Wien) zum Thema
„Die Spirale der Gewalt durchbrechen“. Link zum Talk: [16 Tage gegen
Gewalt an Frauen: Wie kann Gewaltprävention konkret aussehen?
(facebook.com)] (https://www.facebook.com/events/1612967095541358/)

Notrufnummern bei Gewalt:

24-Stunden-Frauennotruf 01 71 71 9

Notruf Wiener Frauenhäuser 05 77 22

~
Rückfragehinweis:
SPÖ Wien Kommunikation
Tel.: 01/534 27 221
http://www.spoe.wien
~
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/197/aom

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