Titel: Ludwig/Sima/Taucher: Die Wiener SPÖ zündet den Klimaschutz-Turbo - 50 konkrete Klimaschutz-Maßnahmen für die Stadt der Zukunft =


Datum/Zeit: 01/21/2020 02:10 PM


Meldungstext: OTS137 5 II 2485 DS10001 21.Jän 20

SPÖ/Wien/Klub/Klima/Ludwig

Ludwig/Sima/Taucher: Die Wiener SPÖ zündet den Klimaschutz-Turbo
- 50 konkrete Klimaschutz-Maßnahmen für die Stadt der Zukunft =

Wien (OTS/SPW-K) - Die Zukunft beginnt jetzt! Mit einem
Klima-Manifest startet die Wiener SPÖ ins neue Jahr. „Wir zünden
heute den Klimaschutzturbo! Wir haben es in der Hand, die Zukunft der
nächsten Generationen zu sichern. Damit Wien auch künftig die
lebenswerteste Stadt der Welt bleibt, muss sie klimafit werden – und
genau das machen wir. Wir als SPÖ werden dabei besonders darauf
achten, dass die Maßnahmen allen zugutekommen und sozial ausgewogen
sind“, so Bürgermeister und SPÖ-Vorsitzender Michael Ludwig bei der
heutigen Präsentation mit Umweltstadträtin Ulli Sima und dem
SPÖ-Klubvorsitzenden Josef Taucher.
„Unser zentrales Anliegen ist soziale Gerechtigkeit auch beim
Klimaschutz. Denn Faktum ist, dass sozial Schwächere, Ältere und
Kranke besonders unter den Auswirkungen des Klimawandels leiden. Wir
als SPÖ kümmern uns um die Zukunft aller in unserer Stadt, werden
daher den schon bisher sehr erfolgreichen Weg fortführen und noch
zusätzliche Kraftanstrengungen unternehmen, um die CO2-Emissionen in
unserer Stadt weiter zu reduzieren“, betont Ludwig.

Die Wiener SPÖ stellt sich seit vielen Jahren der zentralen
Herausforderung des globalen Klimawandels und will Wien mit einem 50
konkrete Maßnahmen umfassenden Klima-Manifest in 7 Handlungsfeldern
Vorbild für andere Millionenstädte weltweit machen. „Dazu zählt eine
Mega-Offensive in Erneuerbare Energien, wie etwa der Ausbau der
Photovoltaik auf einer Fläche von 600 Fußballfeldern bis 2030,
innovative Formen der Mobilität, bei der die Wiener Linien und ihre
Partner die Fahrgäste künftig bis zur Haustüre bringen, Zero-Waste
durch Abfallvermeidung und Verwertung auch der
Verbrennungsrückstände, 16 ha neue Grünflächen in den nächsten Jahren
und eine Vielzahl von Cooling-Maßnahmen, zur Abfederung von urbanen
Hitzeinseln“, erläutert Umweltstadträtin Ulli Sima, in deren
Zuständigkeit die Energieversorgung, der öffentliche Verkehr, die
Abfallentsorgung und die Grünräume in der Stadt fallen. Sämtliche
Bereiche der ökologischen Energieversorgung, der Mobilität und der
Abfallentsorgung werden künftig intelligent vernetzt und Wien wird
damit zur CO2-neutralen Stadt. Mit den intensiven
Klimaschutz-Maßnahmen werden zahlreiche neue Arbeitsplätze
geschaffen. Auf Grund seiner Vorreiterrolle und zentralen Lage in
Europa baut Wien seine Rolle als höchst attraktiver Standort für
innovative Unternehmen aus dem Klimaschutz- und Energiewendebereich
weiter aus. Die lokale Wertschöpfung steigt und eine Vielzahl auch
von Zulieferbetrieben bleiben oder kommen in/nach Wien.

Zwtl.: Der Wiener Weg zur CO2-neutralen Stadt =

In intensiver Vorarbeit hat die Wiener SPÖ alle Lebensbereiche
gescreent, mit Experten und Expertinnen, auch jene des Klimarates und
Vertretern von NGOS Gespräche geführt und schließlich ein
7-Punkte-Programm mit konkreten Zielen mit 50 konkreten Maßnahmen
definiert, um Wien CO2-neutral zu machen.
„Alles, was auf Landesebene in unserer Macht steht, werden wir
unternehmen und haben die Weichen bereits vor vielen Jahren gestellt.
Wien hat nicht per Zufall die geringsten CO2-Emissionen pro Kopf im
österreichweiten Vergleich. Aber klar ist, es braucht hier darüber
hinaus weitere Anstrengungen und endlich Rückenwind vom Bund für den
bundesländerübergreifenden Öffi-Ausbau“, so Sima.

Für den SPÖ-Klubvorsitzenden Josef Taucher ist neben all den
Bereichen auch die Thematik der Lebensmittelverschwendung und der
Biolandbau ein zentraler Hebel des aktuellen Aktionsplans: „Wien will
bis 2050 die Verschwendung von Lebensmittelabfällen halbieren und
damit wertvolle Ressourcen schonen. Lebensmittel gehören auf den
Teller, nicht in den Mist“, so Taucher.
Er führt weiter aus, dass Biolandbau riesige Mengen von Kohlenstoff
speichert, Bio-Ackerböden binden pro Jahr und Hektar rund 450
Kilogramm CO2. Wien forciert daher den Biolandbau, der städtische
Landwirtschaftsbetrieb selber ist längst zu 100 % Bio.

„Das Herzstück des Wiener Wegs zur CO2-neutralen Stadt ist die
intelligente Vernetzung der Bereiche Strom, Wärme, Verkehr und
Abfallentsorgung. Diese Vernetzung ermöglicht den ausschließlichen
Einsatz von Erneuerbaren Energien in allen Lebensbereichen“,
konkretisiert Sima den Plan. Sie skizziert in diesem Zusammenhang
konkrete Zukunftsprojekte aus den unterschiedlichsten Bereichen zur
Vernetzung, wie:
• Die größte Wärmepumpe Mitteleuropas. Durch die Nutzung der Abwärme
aus der ebswien Hauptkläranlage können künftig 106.000 Haushalte -
das sind mehr Haushalte als Favoriten hat - mit umweltfreundlicher
Wärme versorgt werden.

• Heizen mit Bananenschale und Apfelputzen: Die Kapazität der
Biogasanlage in Simmering wird auf 34.000 Tonnen verdoppelt: Mit dem
aus Küchenabfällen produzierten Biogas können rund 900 Haushalte
versorgt werden.

• Stromtankstellen werden massiv ausgebaut. Bis Ende 2020 werden im
Großraum Wien rund 2.000 Ladestellen in Betrieb sein, 1.000 davon im
Stadtgebiet auf öffentlichen Plätzen.

• Mit einem großangelegten Pilotprojekt zur Geothermie will Wien
Energie bis zu 135.000 Haushalte mit Raumwärme und Warmwasser
versorgen, was eine Einsparung von bis zu 260.000 Tonnen CO2 pro Jahr
bringt.

• Testbetrieb des ersten Wasserstoff-Bus der Wiener Linien 2020, der
Wasserstoff wird in weiterer Zukunft in Kooperation mit Wien Energie
produziert.

• Die intelligente Vernetzung aller Bereiche führt Wien in die
CO2-neutrale Stadt.

Zwtl.: Wien wird zur Sonnenstadt =

Klar ist: Das ambitionierte Wiener Klimaschutzziel ist nur mit
radikaler Senkung des Energieverbrauchs in allen Bereichen
erreichbar. Die Energiequellen der Zukunft sind Wind, Wasser und
Sonne.

Wien Energie wird zum „Erneuerbaren Champion“ und investiert bis 2030
über 1,2 Mrd. Euro in den Ausbau erneuerbarer Energien.

• Sie errichtet u.a. Photovoltaik-Kraftwerke mit 600 MW Leistung –
auf einer Fläche von mehr als 600 Fußballfeldern - zur Versorgung von
250.000 Haushalten

• steigert der Anteil der Windenergie um mehr als 50 %.

• und baut die Wasserkraft von derzeit 155 MW auf rund 250 MW aus.

• Wien eröffnet in Kürze die bisher größte Sonnenstromanlage der
Stadt am Wasserbehälter Unterlaa, mit der an die 800 Haushalte mit
Ökostrom versorgt werden können. BürgerInnen können sich aktiv
beteiligen, die Anlage wird ein BürgerInnnen-Kraftwerk.

• Durch das Projekt eos in der ebswien Hauptkläranlage wird ab Juni
2020 aus der Nutzung der im Klärschlamm enthaltenen Energie Grünes
Gas erzeugt, die Kläranlage wird energieautark.

• Screening aller öffentlichen Gebäude auf Eignung zur Erzeugung
erneuerbarer Energien – geplante Kooperation mit dem KAV, mit Schulen
etc.

• Beschattung für alle: Wien fördert Außenjalousien zu 50 %.

• Raus aus dem Öl: Die Wiener Bauordnung verbietet bereits jetzt den
Einbau von Öl-Heizungen im Neubau und bei Renovierungen. Bis 2030
werden auch im Gebäudebestand die Ölheizungen schrittweise auf null
reduziert.

• Ökologische Klimaanlagen: Wien Energie investiert 65 Mio. in
Fernkälte und spart mit der Nutzung von Abwärme 50 % CO2 im Vergleich
zu herkömmlichen Klimaanlagen ein. Aktuell wird an einer
Fernkältezentrale am Stubenring gebaut.

Zwtl.: Mobilität der Zukunft =

Besondere Herausforderungen für die Reduktion der CO2-Emissionen
liegen im Verkehr. Er ist für ein Drittel der Emissionen
verantwortlich. Wien setzt seit Jahrzehnten auf den massiven Ausbau
der Öffis, durch das aktuelle Öffi-Netz spart Wien jährlich mehr als
1 Mio. Tonnen CO2. Wien hat dank des guten Angebotes schon heute mehr
Jahreskartenbesitzer als zugelassene PKW und baut die Öffis weiter
aus.
Neue Formen der ökologischen Mobilität entstehen:

• Mit den Wiener Linien und ihren Partnern bis zur Haustüre: Über die
Wien mobil App können unterschiedliche Services und sharing-Angebote
speziell für die sogenannte „last mile“ gebucht werden, an den
sogenannten mobility-points, die in der ganzen Stadt entstehen. Mit
Fahrrädern, Scootern, E-Autos etc., kommen die Fahrgäste der Wiener
Linien dann bequem bis zur Haustüre. Dieses erweiterte und
ganzheitliche Mobilitätsangebot macht Autos künftig überflüssig.

• Weiterer Ausbau der Öffis: Aktuell wird das Linienkreuz der U2/U5
errichtet, ein Mega-Projekt, das bis zu 75.000 Tonnen CO2 jährlich
reduzieren wird.

• Auch der Straßenbahnausbau geht weiter, aktuell die Verlängerung
der Linie 0 in das Nordbahnhofgelände.

• Die Stromtankstellen werden ausgebaut: Bis Ende 2020 werden 1.000
Ladestellen auf öffentlichen Flächen in Wien in Betrieb sein.

• Die Wiener Taxi-Flotte wird sukzessive auf Elektroautos und andere
emissionsfreie Technologien umgestellt.

• Der Städtische Fuhrpark wird sukzessive und je nach Verfügbarkeit
am Markt auf umweltfreundliche Antriebsformen umgestellt

• Problemfeld Pendlerströme: Während die Wienerinnen und Wiener zu
2/3 öffentlich, zu Fuß oder per Rad unterwegs sind, ist das
Verhältnis bei den PendlerInnen umgekehrt, sie kommen zu 2/3 mit dem
Auto. Hier bedarf es dringender Maßnahmen: Wien legt Vorschläge für
grenzüberschreitende Straßenbahnen nach Niederösterreich, etwa nach
Schwechat oder Großenzersdorf vor. Ziel ist zumindest die Halbierung
der Einpendler mit dem Auto bis 2030. Dazu braucht es Finanzierung
von Bundesseite und auch aus Niederösterreich.

Zwtl.: Zero-Waste =

Die MA 48 ist mit ihrer nachhaltigen Abfallwirtschaft schon heute ein
wahrer Klima-Held. Bis 2050 ist ZERO-Waste für kommunale Abfälle
Realität. 100 % der nicht vermeidbaren Abfälle – auch
Verbrennungsrückstände und Abgase – werden einer Verwertung
zugeführt. Bis 2030 wird das EU-Ziel von 60 % Recycling-Quote in Wien
übertroffen. Was heute als Abfall gilt, wird künftig wertvolle
Ressource.

• Aktive Abfallvermeidung: Die Stadt Wien setzt seit vielen Jahren
auf aktive Abfallvermeidung: Auf Großveranstaltungen sind
Mehrwegbecher vorgeschrieben, Mehrwegbechersysteme für den
coffee-to-go werden unterstützt, Wien wird diesen Weg konsequent
fortführen

• Recycling macht Sinn: In den 220.000 Sammelbehältern für Altstoffe
werden jährlich rund 350.000 Tonnen Altstoffe getrennt gesammelt.
Durch ihre Wiederverwertung werden pro Jahr 70.000 CO2 eingespart.
Die Umstellung der Gelben Tonne auf die Gelb-blaue Kombitonne zur
besseren Sammlung und Verwertung von Getränkeverpackungen,
Plastikflaschen und Aludosen wird 2020 konsequent weitergeführt.
Allein damit werden jährlich 80.000 LKW-Transportkilometer
eingespart.

• Pilotprojekt Phosphorgewinnung: Die MA 48 arbeitet daran, den im
Wiener Klärschlamm vorhandenen Phosphor als Düngemittel
rückzugewinnen. Derzeit gelangt der von den Pflanzen aufgenommene
Phosphor über den Konsum von Nahrungsmitteln in die Kläranlage und
wird als Klärschlamm ungenutzt entsorgt.

Zwtl.: Essen statt wegwerfen =

Lebensmittelproduktion, -transport und Lagerung verursachen bis zu
1/3 aller Treibhausgas-Emissionen. In Wien landen bis zu 25 %
eingekaufter Lebensmittel ungenutzt im Müll. Bis 2030 soll dies um 50
% reduziert werden.

• Zentraler Ansatzpunkt sind Wiener Großküchen, wo aktuell bis zu
13.000 Tonnen an Lebensmittelabfällen pro Jahr (das sind 500 voll
beladene Müllfahrzeuge) anfallen. Mit aktiven Vermeidungsprogrammen
wird hier in den Großküchen angesetzt. Als Vorbild gilt die Kantine
der Wiener Stadtwerke, die täglich 700 Essen ausgibt und mit einem
Verlustgrad von 5 % zu den Top 3 Betrieben Österreichs gilt.

• Forcierung der ökologischen Beschaffung der Stadt Wien: Die Stadt
Wien geht hier seit 1998 mit gutem Vorbild voran, ist europaweit
Vorbild und spart dank ökologischer Beschaffung von Putzmittel über
Beleuchtungskörper bis hin zu Farben, Büromaterial etc. jährlich
15.000 Tonnen CO2.

• Best practice Pensionistenwohnhäuser:
Abfallvermeidung findet auch in den Einrichtungen der Stadt Wien in
großem Maßstab statt: In den Pensionistenwohnhäusern werden etwa
ganze Apfel-Ernten von lokalen Bäuerinnen und Bauern aufgekauft, aus
den weniger schönen Früchten werden Apfelmuss und Apfelsaft, die
schönen Früchte werden direkt an die BewohnerInnen angeboten.

• Wiens Landwirtschaft ist Klima-Vorreiterin:
Die Landwirtschaft der Stadt Wien ist zu 100 % Bio, die Stadt Wien
verzichtet in ihrem Wirkungsbereich seit langem auf Glyphosat.

Zwtl.: Raus aus dem Asphalt =

Gesunde Ökosysteme helfen, die Auswirkungen der Erderwärmung zu
begrenzen. Der Wiener Wald ist ein wahrer Klima-Hero, er kühlt die
Stadt. Wien hat einen Grünraumanteil von 53 % und will diesen auch in
der wachsenden Stadt halten:

• In Wien stehen heute rund 8.000 ha Wald, und er wächst jedes Jahr
auch dank der Aufpflanzungsaktionen mit der Bevölkerung: 2020 wird es
die größte Waldpflanzaktion der Geschichte Wiens geben – im Rahmen
der Aktion „Wald der jungen WienerInnen“, bei der bisher jährlich
10.000 neue Bäume gepflanzt werden.

• Zu den 500.000 Stadtbäumen kommen jährlich 4.500 dazu.

• Die Stadtbäume werden klimafit gemacht (mit neuem Substrat,
größeren Baumscheiben, Schwammstadtprinzip).

• Lokale Aktivitäten „Raus aus dem Asphalt“: Wo es nicht möglich ist,
Bäume entlang von Straßen zu pflanzen, wegen komplizierter Einbauten
etc., soll Asphalt aufgebrochen und bepflanzt werden. AnrainerInnen
und Geschäftstreibende sollen die neuen Grünspots pflegen – die
lokale und günstige Begrünung bringt Abkühlung und mehr Grün in die
Grätzln.

• In den nächsten Jahren kommen 16 ha neue Parkflächen: Schon im Mai
wird der umgestaltete Reumannplatz mit 13 % mehr Grünraumanteil
eröffnet, es folgen der 2,8 ha große Elinor-Ostrom Park und der Park
am Nordbahnhofgelände auf 9,3 ha.

Zwtl.: Wir kühlen Wien =

Die Zunahme von Hitzewellen ist auch in Wien längst spürbar, 2018 war
das wärmste Jahr seit 1961. Österreichweit gibt es mittlerweile mehr
Hitzetote als Verkehrstote. Die Stadt Wien kämpft engagiert gegen die
sogenannten urban heat islands:

• Sprühnebel-Offensive: Nach der Installation von Sprühnebelanlagen
und Wasserschläuchen an heißen Tagen letzten Sommer wird es heuer
eine Großoffensive mit rund 70 Nebelduschen in ganz Wien geben. Für
100 Was-serhydranten wird es Sprühaufsätze geben, die mit dem Namen
„Sommerspritzer“ bereits letzten Sommer für Begeisterung
hitzegeplagter Wienerinnen und Wiener gesorgt haben. Auf heißen
Plätzen wird es Spritzschläuche zur Kühlung geben.

• Cooling Parks: Der Esterhazy-Park ist der erste Cooling-Park Wiens:
Mit neuartigen Kühlungselementen aus Sprühnebelsystemen und
Ventilatoren wird die Luft um bis zu 10 Grad abgekühlt.

• 150 Grüne Häuser: Fassadenbegrünungen sorgen als natürliche
Klimaanlage für Abkühlung um bis zu 15 Grad.

• 10 Grüne Fassaden auf städtischen Gebäuden pro Jahr – die Stadt
geht mit gutem Beispiel voran!

• Beschattung für alle: Die Stadt Wien fördert die Installation von
Außenjalousien mit bis zu 1.500 Euro pro Haushalt.

• 1.000 Trinkwasserbrunnen für Wien: In 500 m Umgebung findet sich an
jedem Punkt der Stadt ein Trinkbrunnen, praktisch abrufbar am mobilen
Stadtplan. Zusätzlich gibt es 25 mobile, 3 m hohe Trinkbrunnen,
inklusive Nebeldusche.

Zwtl.: SPÖ fordert vom Bund Unterstützung für weitere
Klimaschutzmaßnahmen – U-Bahn-Ausbau und grenzüberschreitende Öffis =

„Wien setzt seit 20 Jahren erfolgreich verpflichtende
Klimaschutzprojekte um, Wien hat dank der bisherigen Maßnahmen die
geringsten CO2-Emissionen pro Kopf. Das alles ist kein Grund, sich
auszuruhen und mit unserem heute vorgelegten Maßnahmenpaket machen
wir Wien klimafit“, betont Ludwig.

Neben dem umfassenden Maßnahmenpaket auf Länderebene braucht es laut
Sima aber Unterstützung vom Bund. Sie begrüßt die von der neuen
Umweltministerin vorgelegten Pläne zum Klimaschutz auf Bundesebene
und bietet volle Kooperation an. „Auch wenn etliche Maßnahmen noch
sehr vage klingen und die Finanzierung der Maßnahmen auf Bundesebene
unklar ist: Das Regierungsprogramm gibt dennoch Hoffnung, denn:
Österreich ist europaweit Schlusslicht in Sachen Klimaschutz, und es
kann nur besser werden. Die seit 1986 für das Umweltministerium
verantwortliche ÖVP übergibt der neuen Grünen Umweltministerin ein
wahrlich schweres Erbe“, so Sima.

Neben einem Kooperationsangebot für die neue Umweltministerin fordert
Sima jedoch auch Unterstützung von ihrer Seite ein: „Ich bin
zuversichtlich, dass das Wien-Bashing, das unter Türkis-Blau an der
Tagesordnung stand, nun Geschichte ist. Wir erwarten uns vom Bund
Unterstützung bei zentralen Klimaschutz-Maßnahmen, damit wir unser
Ziel einer CO2-neutralen Stadt rasch umsetzen können. Sima nennt
dabei die Finanzierung der beiden Ausbaustufen beim U-Bahnbau und die
Finanzierung bundesländerübergreifender Straßenbahnen, um den über
250.000 Pendlerinnen und Pendlern aus dem Umland ein konkretes
Angebot zu machen. „Mir ist die Zusammenarbeit mit den benachbarten
Bundesländern enorm wichtig und wir können das Problem der
Pendlerströme nur gemeinsam lösen“, betont Bürgermeister und
SPÖ-Wien-Chef Michael Ludwig.

„Als SPÖ kämpfen wir darüber hinaus für eine spürbare Entlastung der
Haushalte bei der Finanzierung des unumgänglichen Ökostromausbaus.
Haushalte zahlen heute im Vergleich zur Industrie überproportional
viel für den Ausbau der Erneuerbaren Energie und das ist nicht
annehmbar. Der erfolgreiche Kampf gegen die Klimakrise braucht
Akzeptanz in der Bevölkerung und daher eine gerechte Verteilung der
Kosten“, so Josef Taucher.

„Jeder von uns ist Teil der Ursache des Klimawandels und jeder und
jede von uns muss einen Beitrag zur Rettung des Klimas leisten, dafür
stellen wir die Rahmenbedingungen“, so Sima. „Die Wiener SPÖ setzt
bei all ihren Maßnahmen auf soziale Gerechtigkeit, auf Einbeziehung
der Bevölkerung und breite Information, um die große Herausforderung
der Klimakrise gemeinsam zu meistern und Wien klimafit zu machen“, so
Michael Ludwig abschließend.

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