Titel: Impfung – Stadt Wien startet Info-Offensive zu Auffrischung der Covid-Schutzimpfung - BILD GRAFIK


Datum/Zeit: 10/14/2021 02:09 PM


Meldungstext: OTS184 5 CI 1032 NRK0013 II 14.Okt 21

Wien/Kommunales/Viruserkrankung/Gesundheit

Impfung – Stadt Wien startet Info-Offensive zu Auffrischung der
Covid-Schutzimpfung - BILD GRAFIK
Utl.: Anmeldung auf mein.wien.gv.at ab sofort für Risikogruppen und
alle, die vor mehr als sechs Monaten zweiten Stich erhielten;
Reminder-Brief und Online-Impfterminrechner =

Wien (OTS/RK) - In Wien wird auf Hochtouren geimpft - und für all
jene, die schon vor dem April den zweiten Stich erhalten haben, steht
jetzt die Auffrischungs-Impfung an. Heute, Dienstag, haben Wiens
Bürgermeister Michael Ludwig, Gesundheitsstadtrat Peter Hacker und
der medizinische Direktor des Wiener Gesundheitsverbunds, Michael
Binder, bei einem Medientermin einerseits Bilanz über den
Impf-Fortschritt in Wien gezogen und den weiteren Fahrplan zur
Covid-Schutzimpfung und die Auffrischungs-Impfung – umgangssprachlich
der „dritte Stich“ - in der Bundeshauptstadt vorgestellt. Dafür
richtet die Stadt ein neues Impf-Portal auf mein.wien.gv.at ein, über
das Termine für die Auffrischungs-Impfung gebucht werden können.
Außerdem gibt es künftig individuelle Online-Beratung rund um die
Auffrischung der Covid-Schutzimpfung.

Zwtl.: Wien erfolgreich bei Impfquote bei Immunisierung; „nächste
Herausforderung“ ist Impf-Auffrischung

„Wien war in der Pandemie immer auf der sicheren Seite“, betonte
Bürgermeister Ludwig. Auch wenn es Kritik an den Maßnahmen der Stadt
gegeben hätte, so sei Wien doch im Vergleich zu anderen Bundesländern
gut durch die Pandemie gekommen, betonte der Stadtchef. „Wir stehen
bei der 7-Tages-Inzidenz und bei der Impfquote im Österreich-Schnitt
gut da“, sagte Ludwig. „Impfen ist nach wie vor die einzige
Möglichkeit sich vor dem Virus zu schützen. Wir haben es geschafft,
die Impf-Quote über den Sommer zu heben“, zog Ludwig Bilanz. Nun
stehe „die nächste Herausforderung“ an, die Auffrischungsimpfung.
„Deshalb wird der dritte Impf-Stich in der nächsten Zeit im Fokus
stehen“, kündigte Ludwig an.

Die Stadt Wien habe den Sommer genutzt, um möglichst viele
Wienerinnen und Wiener auch mit kreativen Impf-Angeboten vom Impfboot
auf der Alten Donau über die Impfungen im Gemeindebau und Steffl bis
hin zur Impfung an der Supermarktkassa oder in der Lugner City zur
Impfung zu bewegen, fasste Gesundheitsstadtrat Peter Hacker zusammen.
Über alle Angebote ohne Termin für die Impfung abseits der Impfstraße
im Austria Center Vienna konnten so von der Stadt 139.229 Wienerinnen
und Wiener zusätzlich für die Covid-Impfung gewonnen werden, so
Hacker.

Prinzipiell sei die Durchimpfungsrate in Wien „erfreulich hoch“,
sagte Hacker. Die Durchimpfungsrate bei den 30 bis 50-Jährigen in
Wien liegt bei 70 Prozent, in der nächstälteren Altersgruppe zwischen
50 und 80 Jahren bei mehr als 80 Prozent, bei den noch Älteren sogar
jenseits der 90 Prozent. „In den letzten Wochen wurden vor allem in
jenen Bezirken Fortschritte gemacht, in denen viele junge Menschen
wohnen“, sagte Hacker. In den „jüngsten“ Bezirken Floridsdorf,
Favoriten oder Rudolfsheim-Fünfhaus seien die größten Fortschritte
gemacht worden.

Auch die Auffrischungs-Impfung läuft in der Stadt bereits. Knapp
22.000 Wienerinnen und Wiener haben schon die dritte Impfung – das
sind laut Hacker vor allem jene, die bereits vor einem Jahr früh
geimpft wurden, also Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegewohnheimen
und Gesundheitspersonal, ebenso wie Medizinpersonal oder Pädagoginnen
und Pädagogen. Das Nationale Impfgremium (NIG) empfiehlt eine
Auffrischungsimpfung zwischen sechs und neun Monaten nach der zweiten
Impfung für alle, die älter als 65 Jahre sind, bei denen
Risikofaktoren vorliegen sowie für jene, die beide Impfungen von
Astra Zeneca erhalten haben. Für alle anderen – also jünger als 65
Jahre und doppelt mit Moderna oder Biontech/Pfizer geimpfte –
empfiehlt das NIG eine Auffrischungsimpfung ab 12 Monaten nach
Vollimmunisierung. Wer einmalig mit Johnson und Johnson geimpft
wurde, sollte sich die Auffrischungsimpfung bereits 28 Tage nach der
Impfung holen.

Zwtl.: Neues Impf-Portal, Brief zu Auffrischungs-Impfung und
Impfmythen und Online-Impfterminrechner

Um das Buchen von Impfterminen einfacher zu machen, hat die Stadt
Wien jetzt vor den großflächigen Corona-Auffrischungsimpfungen und
der Influenzaschutzimpfung ein neues Impfmanagementsystem auf
mein.wien.gv.at umgesetzt. Im neuen Impfportal auf mein.wien.gv.at
sollen künftig alle Impftermine – also auch für Grippe- oder
FSME-Impfaktionen gebucht werden können, sagte Hacker. Zudem ist es
möglich, bloße Beratungstermine zu vereinbaren und das System ist
auch für Gruppenbuchungen bei Impfungen von Familienangehörigen
nutzbar. Wer bereits beim impfservice.wien angemeldet ist, kann im
Zuge der Anmeldung bei der neuen Plattform mein.wien.gv.at bestehende
Daten ins neue System übertragen.

Um die Wienerinnen und Wiener über die bevorstehende
Auffrischungsimpfung zu informieren, verschickt die Stadt noch im
Oktober einen Brief an alle Wiener Haushalte, kündigte Hacker an. Das
Schreiben in den Sprachen Deutsch, Englisch, Türkisch und BKS gibt
Antworten auf Fragen zur Auffrischungs-Impfung, das je nach Alter,
Risikoeinstufung und bisher erhaltenem Vakzin variiert. Zur
Aufklärung über den richtigen Zeitpunkt für die Auffrischung ist auf
impfservice.wien ab sofort zudem ein Auffrischungsrechner abrufbar,
mit dem alle Wienerinnen und Wiener ermitteln können, wann sie ihre
dritte Impfung erhalten können.

Zwtl.: Nicht vollständig geimpfte Personen Motor des
Infektionsgeschehens

Der medizinische Direktor des Wiener Gesundheitsverbunds, Michael
Binder, wies eindringlich darauf hin, dass die Impfung ein erwiesen
wirksamer Schutz gegen eine Erkrankung und insbesondere einem
schweren Krankheitsverlauf ist: „Alle Studien und Erfahrungen zeigen:
Die Impfung wirkt extrem gut“, sagte Binder.

Bei Neu-Infektionen als auch bei Hospitalisierten machen nicht
vollständig geimpfte Personen den Großteil der Betroffenen aus, sagte
Binder. Von den 6.208 am Montag, den 11. Oktober 2021, gemeldeten
aktiven Covid-Fällen waren 81 Prozent nicht vollständig geimpft.
Aktuell seien laut Binder 172 Covid-PatientInnen in Wiener Spitälern
in Normalpflege – 71 Prozent davon sind nicht vollständig geimpft.
Dieses Bild ist bei den Intensivpatient*innen noch drastischer. 86
Covid-PatientInnen sind in Wiener Spitälern in Intensivpflege – 93
Prozent nicht vollständig geimpft. „Alle diese Daten belegen: Die
Covid-19-Schutzimpfung schützt nicht nur vor einer Infektion, sondern
insbesondere vor einem schweren Krankheitsverlauf und einem damit
verbundenen Spitalsaufenthalt.“

Neben der Wirksamkeit sei inzwischen auch erwiesen, dass Mythen
rund um die Covid-Schutzimpfung „unrichtig“ sind. „Klinische Studien
zeigen, dass die Impfung keinen Einfluss auf die Fruchtbarkeit von
Frauen oder Potenz von Männern hat.“ Ganz im Gegenteil: Wer einen
Kinderwunsch hegt, sollte sich unbedingt impfen lassen. „Es ist
wissenschaftlich erwiesen, dass Frauen während der Schwangerschaft
ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer Covid-Erkrankung
haben. Für sie ist die Impfung also noch ein wichtigerer Schutz.“

Hanno Csisinko, Mediensprecher des Bürgermeisters, Tel.: +43 1
4000 81855, E-Mail: [hanno.csisinko@wien.gv.at]
(mailto:hanno.csisinko@wien.gv.at)

Paul Weis, Mediensprecher des Bürgermeisters, Tel.: +43 1 4000
81846, [paul.weis@wien.gv.at] (mailto:paul.weis@wien.gv.at)

Mario Dujakovic, Mediensprecher Stadtrat Peter Hacker, Tel.: +43 1
4000 81244, [mario.dujakovic@wien.gv.at]
(mailto:mario.dujakovic@wien.gv.at))

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