Titel: Maßnahmenbegleitverordnung der Stadt Wien nimmt Anpassungen in der Bekämpfung gegen Covid-19 vor


Datum/Zeit: 11/11/2021 02:18 PM


Meldungstext: OTS201 5 CI 0523 NRK0014 11.Nov 21

Kommunales/Wien/Corona

Maßnahmenbegleitverordnung der Stadt Wien nimmt Anpassungen in der
Bekämpfung gegen Covid-19 vor
Utl.: Bürgermeister Ludwig: „Wien wird auch weiterhin den Weg der
Sicherheit im Interesse der Gesundheit der Bevölkerung
beschreiten“ =

Wien (OTS/RK) - Die Wiener Landesverordnung für begleitende Maßnahmen
zur Covid-Bekämpfung ist heute vom Wiener Landeshauptmann Michael
Ludwig unterzeichnet worden und wird ab Mitternacht in Kraft treten.
Aufgrund der aktuellen Covid-Situation in Österreich sind auch in
Wien einige Anpassungen der Corona-Bestimmungen notwendig geworden.
Vor allem bei den 12 bis 15jährigen Kindern bzw. Jugendlichen wird
mit Inkrafttreten der Verordnung ein 2,5G-Nachweis notwendig sein,
wenn diese öffentlichen Freizeiteinrichtungen, Frisöre oder
Gastronomiebetriebe aufsuchen wollen. Damit ist diese Regelung
strenger als im Rest Österreichs, da die nichtgeimpften bzw.
nichtgenesenen 12 bis 15jährigen einen gültigen PCR-Test vorlegen
müssen, der nicht älter als 48 Stunden alt ist. Für diese
schulpflichtige Altersgruppe ist auch das PCR-Pickerl aus dem
Ninja-Pass gültig. Wollen 12 bis 15jährige eine Großveranstaltung
über 500 Personen besuchen, dann gilt auch für sie ausschließlich ein
2G-Nachweis.

Für Kinder unter 12 Jahren ändert sich nichts. Die Testpflicht für
Kinder ab sechs Jahren bleibt bestehen, sechs bis elfjährige können
vollständig beklebte Ninja-Pass wie gewohnt Woche nutzen. Bei sechs
bis elfjährige gilt also 3G (Antigen 48 Stunden, PCR-Test 72
Stunden).

Die Verordnung bringt zudem weitere Neuerungen für
Gastronomiestände – z.B. Punschstände, Würstelstände und dergleichen
– bei Konsum vor Ort: in diesen Fällen gilt ausschließlich ein
2G-Nachweis, da diese Stände Gastronomiebetrieben gleichgesetzt sind.
Erstimpfungen plus einem gültigen PCR-Test (48 Stunden) werden für
eine Übergangsfrist bis 6. Dezember (analog zu den
Bundesbestimmungen) einem 2G-Nachweis gleichgestellt. Ausgenommen
davon sind die Nachtgastronomie und Großveranstaltungen – hier gilt
in Wien, dass nur vollständig Immunisierte und Genesene Zutritt
haben. In Krankenanstalten und Pflegeeinrichtungen muss nun zweimal
statt einmal pro Woche ein PCR-Screening für das gesamte Personal
vorgenommen werden.

Alle anderen Bestimmungen, die nun seit Beginn der Woche durch die
Bundesverordnung neu eingeführt wurden – wie z.B.: FFP2-Maskenpflicht
im Handel für KundInnen – waren in Wien schon zuvor gültige
Bestimmungen.

Der Wiener Landeshauptmann und Bürgermeister betonte in dem
Zusammenhang heute abermals die Notwendigkeit dieser Maßnahmen. „Wir
werden jetzt nicht lockerlassen und werden alles unternehmen, um das
Infektionsgeschehen einzudämmen. Wir wollen alle Bereiche des
gesellschaftlichen Lebens offenhalten, auch wenn es mit strengeren
Regeln und Aufwand verbunden ist“, so Ludwig. Er verwies auf die
österreichweit rasant steigenden Zahlen – mit 11.975 neu registrierte
Coronavirus-Fällen innerhalb der letzten 24 Stunden wurde heute ein
neuer Höchstwert seit Beginn der Pandemie erreicht. „Wien wird
weiterhin den Weg der Sicherheit im Interesse der Gesundheit der
Bevölkerung beschreiten“, betonte der Stadtchef. Oberste Priorität
habe die Gesundheit der Menschen. Wenn nötig werde der Wiener
Landeshauptmann auch noch konsequentere Maßnahmen in Wien umsetzen.

Zudem forderte Ludwig, dass seitens der Bundesregierung schnelle
und konsequente Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens
gesetzt werden. „Es ist Zeit zu handeln, nicht weiterhin zuzuwarten.
Wir müssen agieren und dürfen nicht reagieren“, so Ludwig. Dazu zähle
insbesondere auch eine breitangelegte bundesweite
Informationskampagne für den 3. Stich. Denn es müsse allen klar sein,
dass bei weiterem Zuwarten in letzter Konsequenz auch drastische
Verschärfungen nicht mehr auszuschließen seien.

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