Titel: Verkehrsentlastung: Wien und Niederösterreich schnüren neues Mobilitätspaket


Datum/Zeit: 03/18/2022 12:20 PM


Meldungstext: OTS118 5 II 0650 NRK0010 CI 18.Mär 22

Kommunales/Wien/Niederösterreich/Verkehr/Umwelt

Verkehrsentlastung: Wien und Niederösterreich schnüren neues
Mobilitätspaket
Utl.: Stadtgrenzen-überschreitende Bim-Linie 72 nach Schwechat –
Ausweitung Park & Ride-Anlagen und Einigung über Finanzierung
Spange Kledering =

Wien (OTS/RK) - Täglich pendeln rund 300.000 Menschen zum Arbeiten
nach Wien. Dafür wird ein sinnvolles Netz mit kurzen und damit
klimaschonenden Wegen benötigt – auf Schiene wie Straße. Um die
Metropolregionen Wien und Niederösterreich noch stärker zu vernetzen
und den Wirtschaftsstandort Ostregion weiter auszubauen, arbeiten die
beiden Bundesländer in der Planung und Finanzierung bereits seit
mehreren Jahren in enger Abstimmung miteinander. Heute, Freitag,
haben Wiens Bürgermeister Michael Ludwig, Niederösterreichs
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sowie Wiens Mobilitätsstadträtin
Ulli Sima und Niederösterreichs Verkehrslandesrat Ludwig Schleritzko
neue gemeinsame Mobilitätsmaßnahmen im Wiener Rathaus präsentiert.
Zusätzlich zu einer neuen Stadtgrenzen-überschreitenden
Straßenbahnlinie von Simmering nach Schwechat wird die Ausweitung der
Park & Ride-Anlagen im Wiener Umland fortgeführt und die Finanzierung
der Spange Kledering bei Schwechat gemeinsam erfolgen.

„Mit diesem neuen Infrastrukturpaket investieren wir in die
Zukunft und schaffen so auf mehreren Ebenen auch mehr
umweltfreundliche Optionen für Pendlerinnen und Pendler in der
Ostregion. Von der Umsetzung einer überregionalen Straßenbahnlinie
nach Schwechat, wie im Abkommen der Fortschrittskoalition
festgehalten, über die Ausweitung der Park & Ride-Anlagen, die wir
seit 2021 bauen, auf insgesamt 3.400 Stellplätze, bis hin zur
wichtigen Entlastungsspange Kledering an der südlichen Stadtgrenze“,
freut sich Landeshauptmann und Bürgermeister Ludwig. „Der Ausbau des
öffentlichen Verkehrs ist ein wesentliches und wichtiges Element
unseres Klimaschutzprogramms, das wir in Wien seit mehr als 20 Jahren
erfolgreich verfolgen. Mit den 500 Straßenbahnzügen, den 400 Bussen
und den 150 U-Bahn-Zügen, die in Wien in Betrieb sind, können wir
gleichzeitig soviele Menschen umweltfreundlich transportieren, wie
zum Beispiel Graz Einwohnerinnen und Einwohner hat. Dank dieser
Leistung steht unsere Stadt im Vergleich der Städte Europas
international ganz an der Spitze“, sagte der Stadtchef.

„Keine andere Region ist so eng verbunden wie Wien und
Niederösterreich – wir sind ein Lebensraum, wir sind ein
Wirtschaftsraum. Die enge Zusammenarbeit zwischen den beiden
Bundesländern funktioniert etwa beim Verkehrsverbund Ost oder der
Planungsgemeinschaft Ost gut, um damit unsere Region gemeinsam
voranzubringen und postiv zu entwickeln. Die klimafreundliche
Direktverbindung durch die Straßenbahnverlängerung bietet den
Menschen klimafittes und bequemes Pendeln“, erläutert
Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

„Die neue Bundesländer-grenzüberschreitende Straßenbahn nimmt
jetzt konkrete Züge an. Mit der Linie 72 gibt es eine schnelle
Bim-Verbindung zur U-Bahn für die Region Schwechat“, lobte Wiens
Mobilitätsstadträtin Ulli Sima das Projekt „als echten Meilenstein
und Paradigmenwechsel in der Verkehrspolitik“.

„Wien und Niederösterreich zeichnet schon seit langem eine gute
Partnerschaft und Verbundenheit aus. Das zeigt sich nicht nur in
gemeinsamen Verkehrsprojekten wie dem Ausbau der öffentlichen
Verkehrsmittel sowie der Takt-Verdichtung auf der S-Bahn und
Ausweitung der Bahninfrastruktur, sondern auch in gemeinsamen
Finanzierungen von wichtigen Projekten“, sagte Niederösterreichs
Verkehrslandesrat Ludwig Schleritzko.

Zwtl.: Grenzüberschreitende Straßenbahnen

Die beiden Bundesländer haben sich darauf geeinigt,
grenzüberschreitende Öffis zu forcieren. So wird im Süden Wiens die
neue Bim-Linie 72 Simmering mit Schwechat verbinden. Die neue
Straßenbahnlinie wird von der U3- und S-Bahn-Station Simmering über
Kaiserebersdorf nach Schwechat Europaplatz vielen Menschen eine
erhebliche Reisezeitverkürzung bringen. Die Planungen dafür sollen
noch im ersten Halbjahr 2022 abgeschlossen werden, nach rascher
Einigung mit dem Bund über die Finanzierung könnte die Inbetriebnahme
der Linie 72 im Idealfall bereits 2025 erfolgen.

Zwtl.: Ausweitung Park & Ride-Anlagen und Spange Kledering

Mit dem neu geschnürten Maßnahmenpaket beteiligt sich die Stadt
finanziell zusätzlich zu den seit 2001 gebauten 2.000 PKW- und rund
500 Bike & Ride-Stellplätzen an weiteren 1.400 Stellplätzen bis 2023
im Wiener Umland. So wird bereits an der Stadtgrenze eine gute
Umsteigemöglichkeit auf die Öffis geboten. Der PKW kann in einer Park
& Ride-Anlage abgestellt werden, um dann mit der S-Bahn oder
zukünftig einer Straßenbahn weiter zu fahren. Als weitere Entlastung
der Verkehrswege gilt auch das Gemeinschaftsprojekt Spange Kledering
zwischen dem Knoten Schwechat und der Ostbahnstraße nach Simmering
zur Anbindung an das Simmeringer Industrie- und Gewerbegebiet
Sophie-Lazarsfeld-Straße. (Schluss) red

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