Titel: Nach Platzverbot am Karlsplatz: Bürgermeister Ludwig will Räume für Jugendliche ermöglichen =


Datum/Zeit: 06/08/2021 12:52 PM


Meldungstext: OTS154 5 II 0355 NRK0009 CI 08.Jun 21

Kommunales/Wien/Jugend/Polizei

Nach Platzverbot am Karlsplatz: Bürgermeister Ludwig will Räume für
Jugendliche ermöglichen =

Wien (OTS/RK) - Bürgermeister Michael Ludwig hat sich heute,
Dienstag, am Rande eines Pressegesprächs erneut gegen Platzverbote
ausgesprochen. Gleichzeitig verurteilte der Stadtchef Gewalt gegen
die Polizei.

So lange es wegen der Corona-Schutzmaßnahmen eine vorgezogene
Sperrstunde gebe und die Nachtgastronomie geschlossen ist, brauche es
Angebot für Jugendliche, so Ludwig: „Es braucht Zonen für junge
Menschen in der Stadt, die ihnen die Möglichkeit bieten Party zu
machen ohne mit den Anrainerinnen und Anrainern in Konflikt zu
kommen.“

„Ich habe heute mit dem Wiener Polizeipräsidenten auch darüber
gesprochen, wie man präventiv Maßnahmen setzen kann, dass
Ausschreitungen wie am vergangenen Wochenende am Karlsplatz gar nicht
erst entstehen können“, so der Wiener Bürgermeister. „Klar ist, dass
ich jede Form von Gewalt gegen Polizistinnen und Polizisten ablehne“,
so Ludwig, der darauf hinwies, dass sich Verhältnisse wie am
Karlsplatz vor einigen Nächten nicht wiederholen dürften. Der
Karlsplatz war in der Nacht auf Montag von der Polizei geräumt worden
und anschließend von der Landespolizeidirektion Wien zwischenzeitlich
ein Platzverbot verhängt worden, um weitere spontane Partys zu
unterbinden.

Es liege an der Polizei, „präventiv und vorbeugend vorzugehen“;
wobei es neben dem Karlsplatz auch positive Beispiele gebe um
Eskalation zu verhindern, wie zum Beispiel am Donaukanal. Hier gehe
es darum, den Treffpunkt für Jugendliche dahingehend zu begleiten, um
die Sicherheit für die Feiernden zu gewährleisten – konkret um Stürze
ins Wasser zu verhindern, so Ludwig.

Mit der Lockerung der Corona-Vorschriften vor allem bei Clubs und
Diskos werde sich der Andrang auf die Party-Hotspots im öffentlichen
Raum wieder reduzieren, prognostizierte der Stadtchef: „Wenn es
möglich ist, die Sperrstunde wieder auszuweiten und die
Nachtgastronomie wieder aufsperrt, wird sich das Feiern wieder
dorthin verlagern wo es war.“

Parallel dazu wolle die Stadt Wien über den anstehenden
„Kultursommer“ mit Konzerten und Kultur-Events im Freien ein
zusätzliches Angebot setzten, so der Stadtchef.

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