Titel: UNESCO entscheidet im Sinne Wiens: Wien könnte 2022 von der Roten Liste des gefährdeten Welterbes gestrichen werden


Datum/Zeit: 07/19/2021 01:53 PM


Meldungstext: OTS114 5 II 0535 NRK0012 CI 19.Jul 21

Kommunales/Wien/Stadtentwicklung/Welterbe

UNESCO entscheidet im Sinne Wiens: Wien könnte 2022 von der Roten
Liste des gefährdeten Welterbes gestrichen werden
Utl.: Woller: „Beschluss der 44. Welterbe-Komitee Sitzung der UNESCO
bestätigt positive Entwicklung und Korrekturkurs zur
Streichung von der 'Roten Liste'" =

Wien (OTS/RK) - Der heute von der 44. Welterbe-Komitee Sitzung der
UNESCO einstimmig gefasste Beschluss zum "Welterbe Historisches
Zentrum Wien" zeigt, dass bald der Weg frei sein könnte, um Wien 2022
von der Roten Liste des gefährdeten Welterbes zu streichen. Der von
der Stadt Wien eingeschlagene Kurs wurde heute, Montag, durch das
Welterbe-Komitee anlässlich seiner Jahrestagung voll inhaltlich und
durch einstimmige Entscheidung bestätigt. Wiens Kurs ist in enger
Kooperation mit den für das Welterbe zuständigen State Party im BMKÖS
und BMEIA entstanden, sowie in Abstimmung mit dem Welterbe-Zentrum
und ICOMOS International. Bestätigt wurden dabei Wiens
Korrekturmaßnahmen sowie die bereits in Umsetzung stehenden
Maßnahmen.


Wiens Erster Landtagspräsident Ernst Woller zeigt sich erfreut
über diese Entwicklung: „Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen
bedanken, die seit Jahren intensiv an diesem dialogischen Verfahren
beteiligt sind und gemeinsam daran arbeiten, die Welterbestätte
erfolgreich in die Zukunft zu führen. Nach dieser heutigen
Entscheidung bei der 44. Sitzung des Welterbe-Komitees bin ich davon
überzeugt, dass wir im nächsten Jahr von der 'Roten Liste' gestrichen
werden können.“


Das in diesen Tagen in Fuzhou (China) tagende Welterbe-Komitee ist
jenes Organ der UNESCO, das alleine gültige Entscheidungen in allen
Fragen des Welterbes trifft, darunter auch jene über den
Erhaltungszustand von Welterbestätten. 2017 hatte das
Welterbe-Komitee das „Historische Zentrum Wien“ auf Grund negativer
Entwicklungen in die Liste des gefährdeten Welterbes ("Danger List"
oder "Rote Liste") eingeschrieben und die Erarbeitung korrigierender
Maßnahmen in enger Abstimmung mit den zuständigen Gremien der UNESCO
verlangt. Die zentralen Forderungen betrafen die Ausarbeitung eines
Alternativ-Entwurfs für das Projekt „Heumarkt Neu“ sowie die
Neufassung des Managementplans und eine daraus folgende Nachschärfung
der rechtlichen Rahmenbedingungen für einen verbesserten Schutz der
Welterbestätte.


Da der Verbleib auf der Liste des Welterbes für die Stadt Wien
höchste Priorität hat, wurden zwischenzeitlich zahlreiche Maßnahmen
gesetzt, um von der Liste der gefährdeten Welterbestätten gestrichen
zu werden. Unter der politischen Federführung des Wiener
Landtagspräsidenten Ernst Woller und im Auftrag des Wiener
Bürgermeisters Dr. Michael Ludwig wurde eine Initiative gestartet,
das Projekt für die städtebauliche Entwicklung des Areals am
Heumarkt-Eislaufverein mit dem Ziel zu überarbeiten, dass dieses
keine Gefährdung der Welterbestätte mehr darstellt. Wie im Bericht
der Advisory Mission von UNESCO und ICOMOS vorgeschlagen, soll ein
Kompromiss mit mildernden Maßnahmen (mitigation measures) beim
Projekt Heumarkt-Eislaufverein entwickelt werden. Weiters ist die
Arbeit an einem umfangreichen Managementplan für die Welterbestätte
bereits sehr weit fortgeschritten. Auch dabei werden nationale und
internationale Expertinnen und Experten einbezogen. Der Beschluss des
Managementplans durch den Wiener Gemeinderat ist für Herbst 2021
vorgesehen.


„Der nun einstimmig getroffene Beschluss durch das
Welterbe-Komitee der UNESCO zeigt deutlich, dass die Anstrengungen
der Stadt Wien, ihr Welterbe zu schützen und im Sinne der
Welterbekonvention für kommende Generationen zu erhalten, honoriert
wird. Wir werden daher gemeinsam an der Umsetzung der weiteren
Maßnahmen arbeiten und ich hoffe, dass das Historische Zentrum Wien
ab 2022 wieder Teil der regulären Welterbeliste sein wird“, zeigt
sich Ernst Woller zuversichtlich. (Schluss) red

~
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz
Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien (MA 53)
Stadtredaktion, Diensthabende/r Redakteur/in
01 4000-81081
dr@ma53.wien.gv.at
www.wien.gv.at/presse
~
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/174/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

OTS114 2021-07-19/13:53

191353 Jul 21