Titel: Wiener Bürgermeister Ludwig eröffnet Gedenkausstellung „80 Jahre Deportationen Wien-Riga“


Datum/Zeit: 10/15/2021 11:59 AM


Meldungstext: OTS092 5 CI 0452 NRK0005 II 15.Okt 21

Kommunales/Wien/Ausstellung/Nationalsozialismus

Wiener Bürgermeister Ludwig eröffnet Gedenkausstellung „80 Jahre
Deportationen Wien-Riga“
Utl.: Ludwig: „‚Niemals vergessen‘ ist Arbeitsauftrag“; Ausstellung
frei zugänglich am Hauptbahnhof Wien =

Wien (OTS/RK) - Die Ausstellung „80 Jahre Deportationen Wien-Riga“
wurde heute, Freitag, von Wiens Bürgermeister Michael Ludwig und
Andreas Matthä, Vorstandsvorsitzender der ÖBB Holding AG in
Anwesenheit des Botschafters von Israel, Mordechai Rodgold, und der
Botschafterin von Lettland, Guna Japina, sowie dem Präsidenten der
Israelitischen Kultusgemeinde Wien, Oskar Deutsch, und Hannah
Lessing, Generalsekretärin des Nationalfonds der Republik Österreich
für Opfer des Nationalsozialismus, eröffnet.

„Diese Ausstellung ist ein weiterer Anstoß, um gemeinsam an diese
furchtbare Zeit zu erinnern. Denn die Devise ‚Niemals vergessen‘ darf
nicht in Sonntagsreden enden, sondern ist für uns alle ein
Arbeitsauftrag, nachfolgende Generationen über das brutale NS-Regime
und die Unmenschlichkeit der damaligen Zeit zu informieren. Das
Erinnern hat das Ziel, dass so etwas wie in der Zeit der Herrschaft
der Nationalsozialisten nie wieder geschieht“, erläuterte
Bürgermeister Ludwig bei der Eröffnung. „Der Wiener Hauptbahnhof, wo
jeden Tag tausende Menschen vorbeikommen, ist ein gut geeigneter
Platz, um mit dieser Gedenkausstellung die Öffentlichkeit auf die
schreckliche Zeit der Shoa und der Vernichtung menschlichen Lebens
hinzuweisen“, sagte Stadtchef Ludwig.

„Mir ist wichtig, dass dieses furchtbare Kapitel unserer
Geschichte nicht nur in Museen oder auf den Universitäten diskutiert
wird, sondern auch im öffentlichen Raum sichtbar ist. Daher haben wir
mit dem Wiener Hauptbahnhof einen hochfrequentierten öffentlichen Ort
ausgewählt, um der Geschichte des Holocaust und der grausamen
Verfolgung von Menschen auch im Alltag Platz einzuräumen und sie so
näher an die Menschen zu bringen“, sagte ÖBB-Chef Matthä.

Zwtl.: Sichtbare Erinnerung an Deportationen am Hauptbahnhof

Vor exakt 80 Jahren hatten die Nazis begonnen, Jüdinnen und Juden
aus dem ganzen Deutschen Reich in den Osten zu deportieren. Der erste
Transport ging am 15. Oktober 1941 aus Wien ab. In der Zeit von
Dezember 1941 bis Februar 1942 wurden mehr als 4.200 Jüdinnen und
Juden vom Aspangbahnhof in Wien ins Ghetto nach Riga deportiert. Die
meisten wurden nach einer tagelangen Fahrt unter unvorstellbar
grausamen Bedingungen unmittelbar nach der Ankunft in Riga ermordet,
nur rund 100 Menschen aus diesen Transporten überlebten das Ghetto
und die Zwangsarbeit. 4.087 Menschen, darunter viele Kinder, wurden
ermordet.

Mit der in Kooperation mit der Stadt Wien, den Österreichischen
Bundesbahnen und dem Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer
des Nationalsozialismus entstanden Ausstellung, die in weiterer Folge
auch in Riga gezeigt werden wird, soll einer breiten Öffentlichkeit
die Unmenschlichkeit des Nationalsozialismus vor Augen geführt und
die stete Erinnerung daran eingemahnt werden. Die heute eröffnete
Gedenkausstellung „80 Jahre Deportationen Wien-Riga“ ist bis 30.
November 2021 am Hauptbahnhof Wien in der Halle gleich beim
Hauptangang frei zugänglich. (Schluss) nic

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