Titel: Wiener Bürgermeister Ludwig gedachte der Opfer der Novemberpogrome


Datum/Zeit: 11/08/2021 04:29 PM


Meldungstext: OTS193 5 II 0352 NRK0014 CI 08.Nov 21

Kommunales/Wien/Gedenken/Pogrom/Judentum

Wiener Bürgermeister Ludwig gedachte der Opfer der Novemberpogrome
Utl.: Ludwig: „Müssen Erinnerung wachhalten, um Unrecht zu
verhindern“ =

Wien (OTS/RK) - Heute am Montagnachmittag hat Bürgermeister Michael
Ludwig am Standort der ehemaligen türkisch-jüdischen Gemeinde in der
Zirkusgasse in Leopoldstadt den Novemberpogromen in der Nacht vom 9.
auf den 10. November 1983 gedacht. Neben Ludwig nahmen auch der
Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, Oskar Deutsch, der
Botschafter der Republik Türkei, Ozan Ceyhun, und die Vizepräsidentin
der türkisch-jüdischen Kultusgemeinde der Türkei, Deniz Saporta, an
der feierlichen Gedenkfeier teil.

„Die Synagoge in der Zirkusgasse 22 war von 1887 bis 1938 das
Zentrum der angesehenen sephardisch-türkischen Gemeinde Wiens. Sie
wurde – ebenso wie 41 weitere Wiener Synagogen und Gebetshäuser –
während der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 in Brand
gesteckt und zerstört. Diese Nacht der Novemberpogrome markierte den
Beginn der fürchterlichen Shoa, die mit mehr als 64.000 Toten einen
fürchterlichen Aderlass für unsere Stadt und unser Land forderte“,
sagte der Wiener Bürgermeister. „Es liegt an uns, die Erinnerung
wachzuhalten und jederzeit gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und
Antisemitismus in unserer Gesellschaft aufzutreten. Nur dann können
wir verhindern, dass sich solches Unrecht wiederholt“, sprach sich
Ludwig für eine lebendige Kultur des Erinnerns aus. „Wien ist eine
Stadt des Friedens, des sozialen Zusammenhalts und des respektvollen
Miteinanders, in der ein gutes Einvernehmen zwischen den Religionen
herrscht. Hier gibt es keinen Platz für Radikalität und
Diskriminierung“, sagte Ludwig.

Zwtl.: Türkischer Tempel in der Zirkusgasse

Die Synagoge in der Zirkusgasse im zweiten Wiener Bezirk war von
1887 bis 1938 das Zentrum der sephardischen Jüdinnen und Juden Wiens,
die hauptsächlich aus dem Osmanischen Reich stammten. In der Nacht
auf den 10. November 1938 wurde der Tempel von Nationalsozialisten
niedergebrannt und zerstört, die meisten Gemeindemitglieder wurden
verhaftet und in den Nazi-Lagern ermordet. Eine 2017 vom damaligen
Wohnbaustadtrat Michael Ludwig enthüllte Gedenktafel erinnert an
dieses schreckliche Ereignis. Das Grundstück wurde 1952 an die
israelitische Kultusgemeinde restituiert und 1975 von der Stadt Wien
erworben. 1985 errichtete die Stadt auf dem Grundstück eine
städtische Wohnhausanlage. (Schluss) nic

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