Titel: Ludwig/Gaal: Wien startet mit dem 1. Wiener Wohnbaumprogramm die Zukunft des Wohnens im Holzbau


Datum/Zeit: 07/13/2021 01:35 PM


Meldungstext: OTS123 5 CI 1024 NRK0011 13.Jul 21

Wien/Kommunales/Wohnbau

Ludwig/Gaal: Wien startet mit dem 1. Wiener Wohnbaumprogramm die
Zukunft des Wohnens im Holzbau
Utl.: Naturbanes Wohnen: 1.000 leistbare Wohnungen in Holz- und
Holzhybridbauweise werden zum Labor für den Wohnbau von morgen
=

Wien (OTS/RK) - Wien ist beim Klimaschutz seit vielen Jahren ein
internationaler Vorreiter, besonders im geförderten Wohnbau haben
klimaschonende Maßnahmen eine ganz zentrale Rolle. In diesem Zeichen
wurde das 1. Wiener Wohnbaumprogramm entwickelt, das in insgesamt
drei Phasen rund 1.000 Wohneinheiten in Holz- und Holzhybridbauweise
in der laufenden Legislaturperiode auf den Weg bringt.

Den ersten Bauträgerwettbewerb dazu wickelt der wohnfonds_wien
bereits heuer im Herbst ab. Auf 6 Standorten - zwei im 21. und vier
im 22. Bezirk - sind jeweils zwischen fünf und 50 Wohneinheiten
vorgesehen; die Liegenschaften befinden sich im Eigentum der Stadt
Wien. Insgesamt sollen im ersten Schritt rund 155 geförderte
Wohnungen geschaffen werden. Die weiteren Verfahren sind für 2022 und
2023 geplant.

„Wien steht heute vor der Aufgabe, auf Herausforderungen wie
Klimawandel, Digitalisierung und Anstieg der Wohnbevölkerung
bestmögliche Antworten zu finden. In diesem Sinn haben wir mit dem 1.
Wiener Wohnbaumprogramm eine entsprechende Maßnahme entwickelt, die
den Schwerpunkt auf das Thema Bauen und Wohnen im Einklang mit der
Natur in der Stadt legt. Umweltbewusst und ökologisch, naturnah und
trotzdem urban - das sind alles Merkmale, die das 1. Wiener
Wohnbaumprogramm auszeichnen. Als Ergebnis werden kleinteilige, zwei-
bis viergeschossige Gebäude in Holz- und Holzhybridbauweise am
Stadtrand entstehen. Damit leistet der geförderte Wohnbau in Wien
einmal mehr Pionierarbeit und trägt maßgeblich dazu bei, Wien klima-
und zukunftsfit zu machen“, so Bürgermeister Michael Ludwig und
Wohnbaustadträtin und Vizebürgermeisterin Kathrin Gaal.

Zwtl.: Vorrangiges Ziel des neuen Programms: Stärkung der
Klimaresilienz

Um zeitgerecht auf die begrenzten natürlichen Ressourcen unseres
Planeten zu reagieren, sind wir gefordert, die Treibhausgasemissionen
im Gebäude- und Infrastruktursektor zu reduzieren. Schwerpunktthema
des 1. Wiener Wohnbaumprogramms ist daher die Realisierung neuer,
geförderter Wohnhausanlagen mit hohen ökologischen Ansprüchen.
Oberstes Ziel ist dabei die Stärkung der Klimaresilienz.

Konkret bedeutet das, dass Maßnahmen zur Begrünung, Kühlung,
Beschattung und Durchlüftung des Quartiers angeboten werden – ein
Maßnahmenmix, der einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung des
städtischen Mikroklimas, aber auch gegen die sommerliche Überwärmung
der Wohnungen leistet und Ausgangspunkt für Lerneffekte und
Weiterentwicklungen in der Quartiersentwicklung ist. Denn nur
lernfähige Städte am Puls unserer digitalen Zeit werden künftig
schnell und richtig auf kommende Herausforderungen der
Klimaveränderung reagieren können.

Zwtl.: Schwerpunkt Holz

Holz ist ein heimischer, stetig nachwachsender natürlicher
Rohstoff und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Österreich. Der
Einsatz des Materials ist ressourcenschonend und trägt positiv zum
Klimaschutz bei. Ein Kubikmeter Holz speichert eine Tonne CO2. Wer
mit Holz baut, ersetzt energieintensive Materialien. Ein hoher, die
Bauzeit verkürzender Vorfertigungsgrad, die trockene und geräuscharme
Bauweise, die gute Qualität als thermischer Dämmstoff und nicht
zuletzt das Schaffen eines guten Raumklimas sind alles große
Vorteile, die für das Bauen mit Holz sprechen. Wichtig dabei ist,
dass Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern mit entsprechender
Zertifizierung zum Einsatz kommt.

„Im Rahmen des neuen Wohnbaumprogramms wird die Möglichkeit
eröffnet, für den geförderten Wohnbau progressive Projekte in Holzbau
mit höchster Energieeffizienz zu realisieren. Wir erwarten Beiträge,
die über hohe Qualitäten in Bezug auf optimierte Planungs- und
Baumethoden, Tragwerk („reine“ Holzlösungen und Hybridbauweisen),
Digitalisierung und Vorfertigung verfügen. Alles Potenziale, die auch
für zukünftige geförderte Bauvorhaben genutzt werden können“, so die
wohnfonds_wien-Geschäftsführung Gregor Puscher und Dieter Groschopf.

Richard Woschitz, Geschäftsführer der Woschitz Group und Mitglied
des Grundstücksbeirats, ergänzt: „Im Sinne einer funktionierenden
Kreislaufwirtschaft werden die Anpassungsfähigkeit von Bauten bzw.
die Recyclingfähigkeit von Baustoffen immer wichtiger. Daher liegen
veränderbare und leicht rückbaubare Tragstrukturen aus Holz am Puls
der Zeit und werden das Bauen der Zukunft mehr und mehr beherrschen.“

Zwtl.: Digitalisierung

Die Digitalisierung kann hier zunehmend unterstützend wirken.
Einzelne Häuser und Quartiere sollen künftig mit ihrem digitalen
Zwilling arbeiten und funktionieren. So können schon mittels
Computersimulation bessere Konstruktionsentscheidungen in Bezug auf
Ressourceneffizienz, Wiederverwendbarkeit oder Auswirkungen auf das
Umgebungsklima getroffen werden. Das Ziel sind vollständig
klimaneutrale und lebenswertere Stadtteile. Gemeinsam mit den
bewährten Charakteristika des geförderten Wiener Wohnbaus –
Leistbarkeit, höchste Ansprüche in puncto Qualität,
Alltagstauglichkeit und Komfort – wird mit diesen innovativen
ökologischen Akzenten eine zukunftsweisende Kombination verwirklicht,
die auf die essentiellen Herausforderungen unserer Zeit reagiert.

Zwtl.: Alternative Energieversorgung und Ankurbelung der Wirtschaft

Ein innovatives Energieversorgungskonzept sieht die Nutzung
erneuerbarer Energiequellen vor, um eine Komfortkühlung der
Wohneinheiten klimaneutral zu realisieren. Dieser innovative Schritt
setzt Maßstäbe, um Behaglichkeit auch in Zeiten des Klimawandels
einer breiten Bevölkerungsschicht anzubieten. Darüber hinaus sollen
für die Planung und Vorfertigung der neuen Wohnhäuser neue
Arbeitsplätze, die aufgrund der durch das Corona-Virus bedingten
schwierigen wirtschaftlichen Situation dringend benötigt werden,
geschaffen werden.

Zwtl.: Standorte des ersten Bauträgerwettbewerbs:

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* 21., Leopoldauer Straße 132A: rund 1.000 m2, Bauklasse I, rund 10
Wohneinheiten
* 21., Orasteig II: rund 3.200 m2, Bauklasse I, max. Bebauung 50 %,
rund 30 Wohneinheiten
* 22., Donaustadtstraße: rund 7.600 m2, Bauklasse I, max. Bebauung
von 25 %, ermöglicht großteils Erhaltung des Baumbestands, rund 50
Wohneinheiten
* 22., Aspernstraße: rund 2.900 m2, Bauklasse I, max. Bebauung von
40 %, rund 45 Wohneinheiten
* 22., Naufahrtweg 16: rund 2.000 m2, Bauklasse I, rund 5
Wohneinheiten
* 22., Steinspornweg 33: rund 9.500 m2, Bauklasse I, rund 15
Wohneinheiten
~


Zwtl.: Klimabewusst - „naturban“ - leistbar

Gemeinsam ist den Standorten die naturnahe Umgebung. Damit
ermöglichen sie „naturbanes“, gut leistbares Wohnen - die Verbindung
von gefördertem Wohnen im Grünen in der Stadt. Ein Bedürfnis, das
sich bei vielen Wienerinnen und Wiener nicht zuletzt aufgrund der
Corona-Pandemie manifestiert hat. Die ortsbezogene Bauweise fügt sich
mit ihrer Kleinteiligkeit in das gewachsene Umfeld ein und bietet
darüber hinaus einen Mehrwert für die umliegenden Grätzl. Die
Konditionen für die neuen Wohnungen entsprechen jenen des geförderten
Neubaus und reichen somit von „klassisch“ gefördert bis besonders
günstig und damit smart. Innovative und alternative Lösungen für die
Energieversorgung haben dabei größte Priorität. Ein intelligentes
Zusammenspiel aus Beschattung, Kühlung und Durchlüftung der
Wohngebäude mit der richtigen Kombination und Auswahl der Materialien
wirkt der sommerlichen Überhitzung sowie der Bildung von neuen
Hitzeinseln entgegen. (Schluss)

~
Rückfragehinweis:
Hanno Csisinko
Pressesprecher des Bürgermeisters und Landeshauptmannes von Wien
+43 1 4000 81855
hanno.csisinko@wien.gv.at

Christiane Daxböck
Pressesprecherin von Wohnbaustadträtin und Vizebürgermeisterin Kathrin Gaál
+43 1 4000 81869
christiane.daxboeck@wien.gv.at

PID-Rathauskorrespondenz
Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien (MA 53)
Stadtredaktion, Diensthabende/r Redakteur/in
01 4000 81081
dr@ma53.wien.gv.at
www.wien.gv.at/presse
~
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/174/aom

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