Titel: Fonds des Wiener Bürgermeister ermöglicht erfolgreiche Entwicklung des Gurgeltests und Covid-19-Forschung


Datum/Zeit: 06/29/2021 11:08 AM


Meldungstext: OTS101 5 II 0772 NRK0006 CI 29.Jun 21

Kommunales/Wien/Pandemie/Forschung

Fonds des Wiener Bürgermeister ermöglicht erfolgreiche Entwicklung
des Gurgeltests und Covid-19-Forschung
Utl.: PCR-Lutscher-Test für Vorschulkinder derzeit in Testphase;
Ludwig: „Trotz Impfung Testanstrengung nicht erlahmen lassen“ =

Wien (OTS/RK) - „Der ‚Medizinisch-Wissenschaftliche Fonds des
Bürgermeisters der Bundeshauptstadt Wien‘ ist ein gemeinnütziger
Fonds, den wir in der Zeit der Corona-Pandemie ganz bewusst und
gezielt eingesetzt haben, um Forschungsprojekte zu unterstützen und
neue Maßnahmen gegen Corona zu entwickeln.“ Das hat Wiens
Bürgermeister Michael Ludwig bei einem gemeinsamen Pressegespräch mit
Michael Binder, Medizinischer Direktor des Wiener
Gesundheitsverbundes, sowie den beiden Wiener Wissenschafterinnen
Manuela Födinger und Judith Aberle gesagt. Födinger arbeitet im
Wiener Gesundheitsverbund und war federführend an der Entwicklung des
Covid-19-Gurgeltests beteiligt, Aberle ist Fachärztin für Virologie
an der MedUni Wien, die im Bereich der Immunschutzforschung tätig
ist.

„Von März 2020 bis Juni 2021 wurden in Wiener Kliniken insgesamt
11.000 Menschen, 2.100 davon auf Intensivstationen, als Covid-19
Patientinnen und -Patienten geführt. Im Schnitt waren also pro Tag
373 Personen in Betreuung, nicht nur Wienerinnen und Wiener, sondern
auch Menschen aus anderen Bundesländer“, erläuterte Ludwig. Neben der
Betreuung der Patientinnen und Patienten legten die Medizinerinnen
und Medizinern in Wien auch einen Fokus auf die Erforschung des Virus
– mit Hilfe des Medizinisch-Wissenschaftliche Fonds des
Bürgermeisters. Der Fonds hat seit seiner Einrichtung 1978 insgesamt
1.500 Projekte aus diesem Gebiet gefördert, erklärte Ludwig. Es sei
„in der Corona-Krise wichtig gewesen, insgesamt 50 wissenschaftliche
Projekte im Kampf gegen das Corona-Virus zu Beginn mit einer Million,
dann mit der Gesamtsumme von zwei Millionen Euro zu unterstützen“, so
der Stadtchef.

Das bekannteste unter den 50 geförderten Projekten sei wohl der
PCR-Gurgeltest, damit sei eine „angenehmere“ Alternative zum
Antigen-Stäbchentest für den Nasen- und Rachenraum geschaffen worden
und gleichzeitig die Gruppe derjenigen, die dem „Staberl-Test“
kritisch gegenübergestanden sind, zum Testen gebracht wurden. „Und
die Menschen nützen den Test, auch für zu Hause, dafür haben wir mit
‚Alles gurgelt‘ eine entsprechende Infrastruktur aufgebaut“, sagte
Ludwig, der die Bedeutung der Tests unterstrich, „solange die
Bevölkerung nicht zweimal durchgeimpft ist“.

„Wir legen aber die Hände nicht in den Schoß“, sagte Ludwig. Für
kleinere Kinder im Vorschulalter, die noch nicht gurgeln könnte,
wurde ein PCR-Lutschertest entwickelt, der derzeit versuchsweise in
einigen Kindergruppen ausprobiert werde und anschließend „ausgerollt“
werde. Auch dieser Kinderlutschtest werde vom
Medizinisch-Wissenschaftliche Fonds des Bürgermeisters unterstützt.

Zwtl.: Täglich 373 Corona-PatientInnen in Wiener Spitälern in
Behandlung

„Die Behandlung von 11.000 Covid-PatientInnen ist auf der
klinischen Seite eine Belastung, aber auf der anderen Seite auch die
Aufforderung, Forschung für die Bewältigung der Corona-Pandemie zu
betreiben und die Formen der Behandlung zu untersuchen und zu
verbessern“, sagte Binder, der „die Schnelligkeit der Unterstützung“
durch die Stadt Wien für die Forschungsprojekte sowie deren
„unbürokratische Umsetzung“ explizit hervorhob und den
Medizinisch-Wissenschaftliche Fonds des Bürgermeisters ein
„Erfolgsrezept“ nannte. „Nicht nur die Entwicklung von neuen Test wie
etwa dem Gurgeltest ist wichtig, besonders die Grundlagen-Forschung
ist extrem wichtig, um für zukünftige Entwicklungen gerüstet zu
sein“, erläuterte der medizinischer Direktor des Wiener
Gesundheitsverbundes seinen Standpunkt.

Die Wissenschafterinnen Aberle und Födinger stellten fest, „ohne
Geld gibt es keine Forschung“. Zu einer Zeit, als im vergangenen Jahr
die Stäbchen für den Mund- oder Nasenabstrich weltweit zur Mangelware
wurden, sei es mit der finanziellen Unterstützung durch den Fonds des
Bürgermeisters gelungen, mit der Idee des Gurgeltests eine
alternative Teststruktur aufzubauen. Und auch nun werde mit dem Geld
die Idee des PCR-Lutschtests vorangetrieben und in der praktischen
Anwendung getestet, so die beiden Medizinerinnen.

Zwtl.: Lockerungen: Entscheidung nach ExpertInnen-Gesprächen

Zur Frage der bundesweiten Lockerung der Corona-Maßnahmen kündigte
Bürgermeister Ludwig an, dass er nach Veröffentlichung der Verordnung
durch das Ministerium sehr zeitnah Gespräche mit Expertinnen und
Experten führen werde, um zu entscheiden, welche Maßnahmen abseits
der Bundesmaßnahmen notwendig sind. „Ich möchte nicht der
Party-Crasher sein und den Wienerinnen und Wiener den Urlaub
vergällen, aber ich bin auch vorsichtig und möchte einen Herbst wie
im letzten Jahr verhindern, als eine Corona-Welle über uns
hereingeschwappt ist“, sagte Ludwig. Ein solcher Schritt könnte etwa
das verpflichtende Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Innenräumen
sein, „wie es andere Länder wegen des Auftauchens der Delta-Variante
bereits vorgemacht haben“. Ludwig: „Ich werde den Beratungen der
Expertenrunde aber keineswegs vorgreifen, sondern nur faktenbasierte
Entscheidungen treffen.“

Service-Hinweis: Der Wiener Gesundheitsverbund lädt zur
Online-Veranstaltung "COVID-19: Wien forscht." ein. Forscherinnen und
Forscher bieten live aus dem Wiener Rathaus einen Überblick über ihre
Fachgebiete, über aktuelle Erkenntnisse aus ihren Forschungsvorhaben
und geben einen Ausblick auf künftige Herausforderungen in der
Covid-19-Forschung. Heute, 30. Juni, ab 17.30 Uhr. Info und Anmeldung
unter: https://covid-19-wien-forscht.b2match.io/home

Weitere Informationen:
Hanno Csisinko, Mediensprecher des Bürgermeisters, Tel.: +43 1 4000
81855, [hanno.csisinko@wien.gv.at] (mailto:hanno.csisinko@wien.gv.at)
Paul Weis, Mediensprecher des Bürgermeisters, Tel.: +43 1 4000
81846, [paul.weis@wien.gv.at] (mailto:paul.weis@wien.gv.at)

(Schluss) nic

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