Titel: Corona – Wien behält strengere Maßnahmen bei


Datum/Zeit: 10/21/2021 02:46 PM


Meldungstext: OTS173 5 II 0527 NRK0015 CI 21.Okt 21

Kommunales/Wien/Viruserkrankung

Corona – Wien behält strengere Maßnahmen bei
Utl.: Bürgermeister Ludwig will weiter auf „Wiener Weg der
Sicherheit“ mit genereller FFP2-Maskenpflicht und 2G-Regeln
bei Nachtgastro bleiben; Infektionszahlen belegen Wirkung =

Wien (OTS/RK) - Wien wird auch nach dem 31. Oktober strengere
Corona-Regeln wie die allgemeine FFP2-Maskenpflicht im Handel und
Öffis sowie 2G-Regelung für die Nachtgastronomie beibehalten. Auch
die strengere Wiener 2,5G-Regel – also Zutritt nur für Geimpfte oder
Personen mit PCR-Tests, bleibt. Das hat Wiens Bürgermeister Michael
Ludwig heute, Donnerstag bei einer Pressekonferenz im Rathaus
angekündigt. Zuvor hatte sich der Stadtchef mit Expert*innen zur
Corona-Situation beraten.

„Wien wird den Weg der Sicherheit im Interesse der Gesundheit der
Bevölkerung weiter beschreiten“, sagte Ludwig. Während in anderen
Bundesländern die Corona-Zahlen derzeit steigen, sei die Zahl der
Infektionen in Wien relativ stabil – was auch auf die Wiener
Maßnahmen zurückzuführen sei. Stadtchef Ludwig begrüßte außerdem die
Einführung der 3G-Regelung am Arbeitsplatz. „Es freut mich, dass der
Bund immer öfter die Wiener Maßnahmen übernimmt“, sagte Ludwig.

Der Wiener Stadtchef appellierte einmal mehr, das Angebot der
Corona-Impfung anzunehmen. Bei der Impfung will die Stadt jetzt
verstärkt Schwangere und junge Frauen mit Kinderwunsch ansprechen.
Viele würden mit der Impfung zögern, hier gelte es über die Risiken
einer Infektion und die Wichtigkeit der Impfung aufzuklären, so der
Stadtchef.

„Ich lade auch alle ein, die bereits geimpft sind, sich eine
Auffrischungs-Impfung zu holen“, sagte Ludwig. Der Schutz der Impfung
nehme mit der Zeit ab, weshalb der „dritte Stich“ als Auffrischung
besonders wichtig sei. Außerdem bietet die Stadt Wien ab dem 2.
November die Gratis-Grippeimpfungen an. Es sei damit zu rechnen, dass
die Influenza heuer wieder stärker „durchschlagen“ werde, warnte der
Stadtchef: „Die Influenza-Impfung kann auch parallel zur
Covid-Impfung gemacht werden. Also Covid-Impfung in den rechten Arm
und Influenza-Impfung in den linken – und man hat die Impfungen in
einem Termin hinter sich“, riet Ludwig.

Zwtl.: Impfung und Maßnahmen ausschlaggebend für niedrige
Infektionszahlen

Beim Mediengespräch skizzierte Michael Binder, medizinischer
Direktor des Wiener Gesundheitsverbunds und Mitglied der
Expert*innen-Runde des Bürgermeisters, die Covid-Situation in Europa
und in Österreich. „Wir beobachten in Teilen Europas einen explosiven
Anstieg der Infektionszahlen“, sagte Binder. Auch in Österreich
stiegen die Fallzahlen ähnlich rapide an wie schon 2020. Einen
Unterschied mache aber die Zahl der Impfungen. In Europa sei ein
„Nord-West“ und „Süd-Ost“-Gefälle zu beobachten. Die Fallzahlen in
Staaten mit guter Durchimpfungsrate wie Portugal, Frankreich oder
Italien würden nur in einem geringeren Ausmaß steigen als in Staaten
mit niedriger Impfquote wie die Staaten in Osteuropa – darunter
fänden sich auch viele Nachbarländer Österreichs. Ein Zusammenhang
mit Impfquote und Corona-Zahlen lasse sich auch in Österreich
ablesen: „Bundesländer mit niedriger Impfquote wie Oberösterreich
oder Teile Salzburgs stehen bei den Inzidenzen viel schlechter da.
Der Zusammenhang ist also eindeutig“, erklärte der Mediziner. Wien
stehe dank der getroffenen Maßnahmen im Österreich-Vergleich gut da.
Modellrechnungen würden zeigen, dass die Beibehaltung der Maßnahmen
notwendig sei; auch um die nach wie vor geringe Auslastung der
Spitalsbetten mit Covid-Patient*innen beizubehalten.

Weitere Informationen: Paul Weis, Mediensprecher des
Bürgermeisters, Tel.: +43 1 4000 81846, paul.weis@wien.gv.at

Hanno Csisinko, Mediensprecher des Bürgermeisters, Tel.: +43 1
4000 81855, hanno.csisinko@wien.gv.at (Schluss) ato

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