Titel: Wien bleibt vorsichtig: 2-G-Regel in Gastronomie bleibt vorläufig; Nachtgastro öffnet am 5. März voraussichtlich mit 2-G-Regel


Datum/Zeit: 02/16/2022 04:04 PM


Meldungstext: OTS161 5 II 0567 NRK0010 CI 16.Feb 22

Kommunales/Wien/Pandemie

Wien bleibt vorsichtig: 2-G-Regel in Gastronomie bleibt vorläufig;
Nachtgastro öffnet am 5. März voraussichtlich mit 2-G-Regel
Utl.: Bürgermeister Ludwig: „Pandemie ist noch nicht gemeistert“ =

Wien (OTS/RK) - Wien wird vorerst anders als der Bund die 2-G-Regel
in der Gastronomie vorläufig beibehalten. Die Nachtgastronomie wird
auch in Wien mit 5. März öffnen können, allerdings mit
Einschränkungen in Form von 2-G oder mit 2-G+. Zudem will Wien weiter
auf kostenlose Tests setzen. Das hat Wiens Bürgermeister Michael
Ludwig heute, Mittwoch, bei einem Pressestatement im Rathaus im
Anschluss an die Beratungen mit der Bundesregierung und den anderen
Ländern angekündigt. „Die Pandemie ist noch nicht gemeistert, das
Coronavirus bleibt Teil unseres Lebens. Es gibt angesichts der hohen
Infektionszahlen keinen Grund, leichtsinnig zu sein“, sagte Ludwig,
der zudem auf die hohen Belastungen für das Gesundheits- und
Pflegepersonal verwies: „Wir hatten in den letzten Tagen in Wien
Spitzenwerte, was die Belagszahlen auf den normalen Spitalsstationen
betrifft“. Gleichzeitig seien auch die Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter im Gesundheitsbereich von Ansteckung, Erkrankung und
Quarantänezeiten betroffen und deshalb besonders gefordert.

Bürgermeister Ludwig verwies auch auf das sehr gute Testsystem
„Alles gurgelt!“, das nicht nur aus gesundheitlicher, sondern auch
aus volkswirtschaftlicher Sicht erfolgreich sei. So seien während der
Delta-Variante von Oktober bis Dezember 2021 durch Tests etwa 38 bis
42 Millionen Euro an Kosten für das Gesundheitssystem eingespart
worden. „Das Testen hat drei Vorteile: Erstens können dadurch
Infektionsketten unterbrochen werden, zweitens werden damit
Mutationsvarianten rasch erkannt und es können die notwendigen
Schutzmaßnahmen angepasst werden, und drittens kann sehr früh mit der
Entwicklung von Medikamenten begonnen werden, die einen schweren
Erkrankungsverlauf verhindern können“, erläuterte Ludwig. „Ich hoffe
darauf, den Bund dafür zu gewinnen, die PCR-Tests weiter kostenlos
anbieten zu können. Denn damit können wird den weiteren Verlauf der
Pandemie gut im Auge behalten“, so der Stadtchef. „Ich bin überzeugt
davon, dass wir den konsequenten Weg, den wir bereits viele Monate
beschreiten, so fortsetzen können“, sagte Bürgermeister Ludwig.

Zwtl.: FFP2-Maske im gesamten Wiener Handel bleibt noch

Auch im gesamten Einzelhandel wird Ludwig noch weiter auf eine
FFP2-Maskentragepflicht setzen; die Bundesregelung sieht dies nur für
Bereiche wie etwa den Lebensmittelhandel oder für den öffentlichen
Verkehr vor. Der Wiener Bürgermeister wies darauf hin, dass das Virus
vor einzelnen Geschäften nicht haltmache. „Wir werden das
Pandemie-Geschehen sehr genau beobachten und unsere Schutzmaßnahmen
anpassen. Wir hoffen aber, dass wir den nächsten Öffnungsschritt sehr
bald setzen können, aber jetzt ein genaues Datum zu nennen, wäre
jetzt noch zu früh, da die epidemiologische Lage einfach noch zu
unsicher ist“, so Ludwig.

Michael Binder, Medizinischer Direktor des Wiener
Gesundheitsverbundes, ortete einen leichten Abwärtstrend bei den
Corona-Zahlen, „doch dieser Trend ist mit Unsicherheiten besetzt“.
Zwar sei ein Abflauen der derzeit bestimmenden Omikron-Variante zu
bemerken, doch die bereits in der kommenden Woche dominante
Untervariante BA.2 könne zu einer Verzögerung führen, so Binder.

Bereits gestern teilte Vizebürgermeister und Bildungsstadtrat
Christoph Wiederkehr mit, dass die Schutzmaßnahmen an Wiener Schulen
mit dem kommenden Montag gelockert würden. Geimpfte und genesene
Kinder können demnach auch im Falle von mehreren Infektionsfällen in
einer Klasse weiter in die Schule gehen, nach der derzeit gültigen
Regel muss die gesamte Klasse nach Hause geschickt werden.

Weitere Informationen: Paul Weis, Mediensprecher des
Bürgermeisters, Tel.: +43 1 4000 81846, [paul.weis@wien.gv.at]
(mailto:paul.weis@wien.gv.at)
Hanno Csisinko, Mediensprecher des Bürgermeisters, Tel.: +43 1 4000
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