Wiener Presseaussendungen
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Titel: SP-Ludwig präsentiert im Rahmen einer gemeinsamen PK mit LSAP Vertreter:innen den Wiener Weg des sozialen Wohnbaus in Luxemburg
Datum/Zeit: 09/29/2023 11:56 AM
Meldungstext: OTS121 5 II 0741 DSW0002 CA 29.Sep 23
Wien/SPÖ
SP-Ludwig präsentiert im Rahmen einer gemeinsamen PK mit LSAP
Vertreter:innen den Wiener Weg des sozialen Wohnbaus in Luxemburg
Utl.: Wiener SPÖ-Chef & Bürgermeister Ludwig: Der soziale Wohnbau
in Wien hat eine lange Tradition und ist weltweit einzigartig.
Bis 2025 wollen wir 5.500 ,Gemeindebauwohnungen Neu bauen. =
Wien (OTS/SPW) - Im Rahmen seiner Luxemburg-Reise anlässlich des
Wien in Luxemburg Jahres traf Vorsitzender der SPÖ Wien und Wiener
Bürgermeister am Freitag seine Parteikolleg:innen aus der LSAP
(Lëtzebuerger Sozialistesch Aarbechterpartei) Vizepremierministerin
Paulette Lenert sowie die beiden Vorsitzenden Dan Biancalana und
Francine Closenerund. Paulette Lenert lud Ludwig ein, im Rahmen einer
gemeinsamen Pressekonferenz, den Wiener Weg des sozialen Wohnbaus zu
präsentieren. Denn Luxemburg ist aufgrund des raschen demografischen
Wandels und des Mangels an verfügbarem Wohnraum mit großen
Herausforderungen konfrontiert.
Wien ist internationales Beispiel dafür, wie es gehen kann. Der
soziale Wohnbau in Wien blickt auf eine mehr als 100-jährige
Tradition zurück: Auf diesem Fundament bauen wir auf und haben
diesen Weg auch in den letzten Jahrzehnten erfolgreich fortgesetzt,
betont Wiener Bürgermeister Michael Ludwig. Heute leben rund 62
Prozent der Wienerinnen und Wiener in einer der 200.000 geförderten
oder 220.000 Gemeindewohnungen.
Wiener SPÖ-Chef Michael Ludwig unterstreicht weiters: Das ist
weltweit einzigartig und wurde zuletzt auch entsprechend gewürdigt.
Ich erinnere nur daran, dass die Financial Times die Wiener
Wohnpolitik 2022 eine Erfolgsgeschichte genannt hat. Diese ist
angesichts der Krisenentwicklungen auf dem Miet- und Häusermarkt in
vielen europäischen Metropolen eine Inspiration. Im Unterschied zu
vielen anderen Metropolen hat die Stadt Wien ihren Wohnungsbestand
bewusst nicht privatisiert. Jetzt zeigt sich umso mehr, warum das
die richtige Entscheidung war: Der hohe Anteil an kommunalen
Wohnungen dämpft das Preisniveau insgesamt. Dadurch ist Wohnen in
Wien im Vergleich zu vielen anderen Millionenmetropolen immer noch
leistbar, so Michael Ludwig.
Neben der sozialen Spaltung, die durch die Wohnungskrise in
Luxemburg entsteht, belastet diese auch die Attraktivität und damit
die Wettbewerbsfähigkeit des Landes. Für die LSAP ist es
entscheidend, den Ansatz zu ändern und Immobilien vorrangig als
Wohnraum und Lebensraum zu betrachten und dabei zu berücksichtigen,
dass Wohnen als Grundrecht und nationales Ziel in der neuen
Verfassung verankert ist. Dahingehend orientiert sich die LSAP am
Beispiel der österreichischen Hauptstadt Wien, die eine lange
Tradition im sozialen Wohnbau hat und will den Anteil der
Mietwohnungen in öffentlicher Hand in den nächsten 10 bis 15 Jahren
von knapp 3 Prozent auf 25 Prozent erhöhen. "Das hat absolute
Priorität und ist Teil einer Reihe weiterer konkreten Maßnahmen, mit
denen die LSAP die Wohnungskrise in Luxemburg in den Griff bekommen
will", so Paulette Lenert. Der soziale Wohnbau bildet somit den
Schwerpunkt im Wahlprogramm der LSAP für die Parlamentswahlen am 8.
Oktober.
Sozialer Wohnbau bedeutet in Wien aber noch viel mehr. Er zielt
auch auf soziale Inklusion und Durchmischung ab und ist eine wichtige
Mittelstandsförderung. Deshalb gibt es in Wien auch keine sozialen
Brennpunkte in Randlagen. Jetzt kommt es darauf an, den sozialen
Wohnbau in die Zukunft zu führen und darauf zu achten, dass Wohnen in
Wien weiter leistbar bleibt, ergänzt Wiener Bürgermeister Michael
Ludwig.
Ein wichtiges Werkzeug ist die 2018 eingeführte Widmungskategorie
geförderter Wohnbau. Damit wird der Spekulation vorgebeugt und
sichergestellt, dass überall dort, wo Flächen in Wohngebiet
umgewandelt werden, zwei Drittel für den sozialen Wohnbau vorgesehen
sind. Die Baurechtsnovelle wird 2023 für weitere wichtige Impulse
sorgen. Es geht unter anderem um Dekarbonisierung, Entsiegelung,
Altbauschutz und die Eindämmung von Kurzzeitvermietungen. Mittels
eines eigenen Fünf-Punkte-Programms für das leistbare Wohnen wurde
und wird die Bevölkerung so breit wie möglich entlastet. Und es geht
darum, neuen, leistbaren Wohnraum zu schaffen. Die Stadt Wien
errichtet inzwischen jede zweite ihrer geförderten Wohnungen als
SMART-Wohnungen, die besonders kostengünstig zu mieten und
insbesondere auf Jungfamilien, Paare, Alleinerzieher:innen und
Singles zugeschnitten sind. Seit 2017 werden wieder
Gemeindewohnungen Neu gebaut. Wir haben uns das Ziel gesetzt, bis
2025 insgesamt 5.500 solcher Wohnungen zu bauen. Die neuen
Gemeindewohnungen erfüllen dieselben hohen Standards wie der
geförderte Wohnbau. Die Mieten sind leistbar, außerdem zahlen
Mieterinnen und Mieter keine Kaution, keine Maklergebühr und müssen
keine Eigenmittel aufbringen. Und sie können unbefristet in den
Wohnungen bleiben, so Michael Ludwig abschließend.
Einig waren sich Ludwig und Lenert auch darüber, dass Wohnen ein
Grundrecht ist und Wohnungen keine Spekulationsobjekte sein dürfen.
Diesen Grundsätzen folgend müsse man in Österreich, als auch in
Luxemburg alle Möglichkeiten ausschöpfen, um leistbares Wohnen nach
dem Beispiel des Wiener Wegs zukünftig sicherzustellen. In diesem
Sinne wollen Ludwig und Lenert auch zukünftig im länderübergreifenden
Austausch bleiben. (Schluss) jm
Fotos unter:
[https://www.flickr.com/photos/spoewien/albums/72177720311558768]
(https://www.flickr.com/photos/spoewien/albums/72177720311558768)
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