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Titel: Sima: "Wertvolle Sammlung" - aus Alt mach Neu
Datum/Zeit: 10/15/2009 10:46 AM
Meldungstext: OTS091 5 CI 0970 NRK0012 II 15.Okt 09

Umwelt/Wien/Abfall/Recycling/Klimaschutz/Kommunales

Sima: "Wertvolle Sammlung" - aus Alt mach Neu
Utl.: Neue Kampagne der MA 48 und der ARA zur Intensivierung der
Mülltrennung =

Wien (OTS) - Eine "wertvolle Sammlung" sind jene 350.000 Tonnen
Altstoffe, die die Wienerinnen und Wiener jährlich sammeln. Sie
werden wiederverwertet, schonen damit Ressourcen, tragen zum
Klimaschutz bei, reduzieren die Restmüllmengen und damit auch Kosten.
Gemeinsam mit der Altstoff Recycling Austria AG (ARA) startet die MA
48 nun eine neue Kampagne, um die Wiener Bevölkerung noch intensiver
auf die Wichtigkeit der Mülltrennung - die neben der Abfallvermeidung
und der umweltgerechten Entsorgung die tragende Säule des Wiener
Abfallwirtschaftskonzepts ist - zu informieren. In 16-Bogen-Plakaten,
Citylights, Printinseraten und Hörfunkspots - gesprochen von
Kabarettist Alfred Dorfer - werden Altstoffe als "museale"
Gegenstände" dargestellt, die aus vielen Gründen eine "wertvolle
Sammlung" sind.****

"Die getrennte Müll-Sammlung in Wien ist eine Erfolgsgeschichte,
die gesammelte Menge an Altstoffen steigt jährlich, die
Umweltvorteile liegen auf der Hand. Auch die finanziellen Vorteile
durch Reduktion des Restmülllvolumens sind zu beachten. Mit der neuen
Kampagne wollen wir jene erreichen, die bislang noch nicht von der
Sinnhaftigkeit des Trennens überzeugt werden konnten", so Sima bei
einem gemeinsamen Pressegespräch mit ARA-Vorstand Christoph Scharff
und Josef Thon, Leiter der MA 48 im Wien Museum. "Altstoffe wie
Papier, Plastikflaschen, Glas, Metall oder biogene Abfälle sind
wichtige Rohstoffe, die im Restmüll nichts zu suchen haben. Die
umweltgerechte Entsorgung über die Sammelbehälter der MA 48
garantiert die stoffliche Verwertung und liefert einen wichtigen
Beitrag zur CO2-Einsparung und somit zum Klimaschutz", so Josef Thon.

"Auch nach 16 Jahren getrennter Verpackungssammlung im ARA
System gibt es immer noch Verbesserungspotenzial. Bei der
Papiersammlung liegt Wien im Bundesländervergleich mit jährlich 79 kg
pro Kopf bereits an dritter Stelle. Jetzt wünschen wir uns, dass die
Wienerinnen und Wiener auch beim Sammeln von Plastikflaschen, Dosen
und Glas an die Spitze kommen. Die Kampagne richtet ihr
Hauptaugenmerk daher genau auf jene Verpackungen, bei denen es noch
Verbesserungspotenzial gibt", so Scharff.

Zwtl.: Altglas - Plastik - Metalle: Aus Alt mach Neu

Die umweltgerechte Entsorgung der Altstoffe wird den WienerInnen
leicht gemacht, die MA 48 betreut in Summe rund 400.000 Behälter
(Restmüll und Altstoffe), insgesamt 197.000 Sammelbehälter allein für
die getrennte Sammlung von Altstoffen auf Liegenschaften und mehr als
6.000 öffentlichen Sammelstellen. Daneben stehen 19 Wiener Mistplätze
und die Problemstoffsammelstellen im Dienste der umweltgerechten
Mülltrennung zur nachfolgenden Verwertung. Im Zentrum der neuen
Kampagne der MA 48 und der ARA stehen die Altstoffe Glas, Plastik und
Metall.

Für Bunt- und Weissglas stehen in Wien über 7.600
Altglasbehälter zur Sammlung zur Verfügung, jährlich werden in Wien
ca. 25.000 Tonnen an Altglas gesammelt. Das Altglas wird in
Glasfabriken zur Produktion von neuen Flaschen eingesetzt. Dadurch
können wertvolle Rohstoffe eingespart werden. Zur Wiederverwertung
eignet sich aufgrund seiner Materialeigenschaften nur
Verpackungsglas, keinesfalls aber Spiegel, Draht-, Fensterglas oder
Glühbirnen (z.B. aufgrund des unterschiedlichen Schmelzverhaltens).In
Österreich werden durch das Altglasrecycling jährlich ca. 250.000
Tonnen an Primärrohstoffen - Quarzsand, Kalkstein, Dolomit und Soda -
eingespart.

An Altmetallen werden in Wien jährlich mehr als 15.000 Tonnen
gesammelt. Aus dieser Menge könnte man ca. 65 Wiener Riesenräder bzw.
1,6 Mio. Fahrräder herstellen. Zum Wiederaufschmelzen von Aluminium
als Sekundärrohstoff verbraucht man nur etwa 5 % der Energie, die man
zur Herstellung der gleichen Menge Hüttenmaterials zur Produktion von
neuen Metallprodukten benötigt. Die gesammelten Metallabfälle werden
zuerst durch Magnetabscheidung und maschinelle Sortierung in
verschiedene Metallfraktionen getrennt und von Stör- und Fremdstoffen
befreit. Eisenmetalle werden als Schrott zusammen mit anderen
Schrottsorten und Roheisen in Stahlwerken zur Stahlproduktion
verwendet. Endprodukte sind beispielsweise Eisenbahn- und
Kfz-Bauteile, Waschmaschinengehäuse oder Armierungsstahl (wird zur
Bewehrung von Stahlbetonbauwerken verwendet) Aluminiumverpackungen
können zur Produktion von hochwertigen Gussteilen eingesetzt werden.
In Wien stehen 5.711 Behälter für die Altmetallsammlung zur
Verfügung.

Kunststoffflaschen werden in Wien jährlich über 5.500 Tonnen
gesammelt. Für die Produktion von 1 Tonne PET-Flaschen benötigt man
1,9 Tonnen Erdöl. Durch die Verwertung von PET-Flaschen werden durch
die WienerInnen daher jährlich fast 10.000 Tonnen an Erdöl
eingespart. Die Kunststoffflaschen gelangen zunächst in das 48er-Zelt
- die Abfallbehandlungsanlage -, werden dort von Störstoffen befreit
und nach Material sortiert. Die PET-Flaschen werden mittels
Nahinfrarot in die Farben klar, blau und grün getrennt. Das
Endprodukt wird an Verwerter übergeben. Durch den Einsatz neuer
technischer Verfahren ist es trotz der hohen hygienischen
Anforderungen möglich, aus recycelten Materialien Produkte für den
Lebensmittelbereich herzustellen. So können aus alten
Getränkeflaschen neue Getränkeflaschen produziert werden ("bottle to
bottle"). Weitere Recyclingprodukte sind Fasern für den Textilbereich
oder zur Wärmedämmung, Kunststoffgebinde und vieles mehr. "Natürlich
soll bei all den Verwendungsmöglichkeiten der PET-Flaschen dennoch
den Mehrwegflaschen der Vorzug gegeben werden, wenngleich diese eine
seltene Spezies in den Regalen geworden sind" so Sima.

Zwtl.: Umweltvorteile des Mülltrennens liegen klar auf der Hand

Die Stadt Wien setzt seit vielen Jahren auf Bewusstseinsbildung
in Sachen Müllvermeidung - und Mülltrennung, vor allem auch in der
Kinder- und Jugendbildung haben diese Aspekte besonderen Stellenwert
und werden künftig weiter verstärkt. Die Mülltrennung bietet eine
Vielzahl von Vorteilen:
~
o Ressourcenschutz: Durch die Verwendung von Sekundärrohstoffen,
die aus der Verwertung der Altstoffe gewonnen werden, wird der
Abbau von Rohstoffen reduziert.
o Energieeinsparung: Durch die Verwendung der Sekundärrohstoffe
wird bedeutend weniger Energie benötigt als bei der Produktion
mit Primärrohstoffen
o Reduktion von Restmüll: Durch die getrennte Sammlung von
Altstoffen, landet in Wien beispielsweise um ca. 40 % weniger
Abfall in den Restmüll.
o Kostenreduktion: Die Reduktion von Restmüll bringt Vorteile für
jeden Einzelnen: Da die Restmüllgebühr volumenabhängig ist,
entstehen geringere Kosten für den Liegenschaftseigentümer und
somit für die Mieter von großen Wohnhausanlagen.
~
Verschleiß von Anlagenteilen der Müllverbrennungsanlagen: Manche
Abfallstoffe verursachen - bei unsachgemäßer Entsorgung - Probleme
bei der Abfallbehandlung. Bestes Beispiel hierfür sind
Aluminiumabfälle. Sie gelangen unsachgemäßer Entsorgung über den
Restmüllbehälter in die Verbrennungsanlagen und führen auf Dauer zu
Rostschäden aufgrund von stark exothermen chemischen Reaktionen.
Anlagenstillstände und Reparaturarbeiten sind die Folge.

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/

(Schluss) vor

Achtung: Zu dieser Meldung ist demnächst eine weitere
Bildberichterstattung geplant. In einer OTS-Aussendung wird auf die
online-Abrufbarkeit noch hingewiesen.

Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Mag. Anita Voraberger
Mediensprecherin StRin Mag.a Ulli Sima
Telefon: 01 4000-81353
E-Mail: anita.voraberger@wien.gv.at


*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

OTS091 2009-10-15/10:46

151046 Okt 09





 
 
 

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